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Neues Mietshaus bald bezugsfertig

An der Rosengasse in Neustadt entsteht ein Mehrfamilienhaus. Bis zum Einzug dauert es aber noch – etwas länger als geplant.

Von Siri Rokosch
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Das neue Mietshaus in der Innenstadt von Neustadt ist noch nicht verputzt und auch der Innenausbau läuft noch. Doch im Spätsommer könnten die ersten Familien mit Kindern einziehen.
Das neue Mietshaus in der Innenstadt von Neustadt ist noch nicht verputzt und auch der Innenausbau läuft noch. Doch im Spätsommer könnten die ersten Familien mit Kindern einziehen. © Foto: Dirk Zschiedrich

Bisher hat die Wohnungsbau- und Wärmeversorgungsgesellschaft (WWGN) in Neustadt hauptsächlich Wohnungen verwaltet und saniert. Nun wird selbst gebaut. Der Neubau eines Mehrfamilienhauses an der Rosengasse Ecke Külzstraße ist fast fertiggestellt. Wie der Geschäftsführer Matthias Scholze sagt, kann der geplante Fertigstellungstermin im Juni jedoch nicht eingehalten werden. „Leider sind auch wir vom Mangel an Handwerkern betroffen und da wir auf sie angewiesen sind, rechnen wir damit, dass die neuen Mieter wohl erst im September einziehen können.“

In dem dreigeschossigen Neubau sind sechs Wohnungen entstanden: drei Vier-Raum-Wohnungen, zwei Zwei-Raum-Wohnungen und eine Single-Wohnung. Alle sind entweder mit einer Terrasse oder einem Balkon zur Südseite hin ausgestattet. In den Bädern werden nun Wannen und Duschen eingebaut. Alle haben ein Fenster.

Im Erdgeschoss wird momentan eine barrierefreie Single-Wohnung mit Terrasse fertiggestellt und daneben eine Vier-Raum-Wohnung, ebenfalls barrierefrei. Die Wohneinheiten sind zwischen 49 und 92 Quadratmeter groß.

Derzeit läuft der Innenausbau der sechs Wohnungen. Die Fassade muss noch fertiggestellt werden. Außerdem ist der Bau von Pkw-Stellplätzen geplant. Zum Haus gehören zudem Fahrradgaragen mit eigenem Stromanschluss, die noch entstehen werden. In allen Wohnungen werden Fliesen und PVC-Böden verlegt. Da seit 2016 neue Mindestanforderungen für energiesparende Bauweise für Neubauten gelten, hält sich auch die WWGN an diese Richtlinien, die im Rahmen der Energieeinsparverordnung festgelegt werden. So bestehen die Wände zum Beispiel aus Holzbeton, einem Gemisch aus Sägespänen und Zement. Im Inneren dieser holen Holzbeton-Schalen sind die wärmedämmenden Styroporsteine einzeln mit verarbeitet und werden nicht, wie sonst üblich, außen angebracht. „Durch den Einsatz dieser Holzbetongemisch-Blöcke hoffen wir, Nässe und auch die Bildung von Algen verhindern zu können“, erklärt Matthias Scholze. Dieses spezielle Baumaterial war ursprünglich in Österreich entwickelt worden und ist seit 1972 erprobt. Der WWGN-Chef ist angetan von diesem Werkstoff. „Holzbeton schafft ein wunderbares Raumklima“, sagt er. Es kann Wärme gut speichern und wirkt schalldämmend.

Beheizt werden die Wohnungen per Fußbodenheizung. Die Wärme dafür kommt tief aus dem Erdreich. Dafür wurden drei Löcher von 100 Metern Tiefe gebohrt. Unterkellert ist das Mehrfamilienhaus nicht. „Ich finde die klassische Bauweise, wie sie früher war, schöner“, begründet Scholze. „Deshalb haben wir im Dachgeschoss einen Trockenraum und einzelne Lagerabteile für die Mieter geschaffen. Ein Keller hätte außerdem Mehrkosten von rund 180 000 Euro verursacht“, zählt der Geschäftsführer auf. Der Außenbereich soll noch begrünt werden. „Hinter dem Haus planen wir, Haselnussbäumchen zu pflanzen, damit die Kinder sehen, wie Haselnüsse wachsen und sie dann auch essen können.“ Vor den Terrassen der Erdgeschoßwohnungen sollen zudem Buchenhecken zur Straße hin gepflanzt werden, damit sich die Bewohner unbeobachtet und wie im eigenen Garten fühlen. Die Gesamtbaukosten gibt Matthias Scholze mit reichlich einer Million Euro an. Der Baustart für das Haus, in dem vor allem Familien einziehen sollen, war im Mai vergangenen Jahres. Das Richtfest konnte im vergangenen Dezember gefeiert werden. Die Mietkosten für die künftigen Bewohner liegen bei 7,50 Euro kalt. Dazu kommen Nebenkosten von rund 1,70 Euro pro Quadratmeter. Bezugsfertig sollen alle sechs Wohnungen im September diesen Jahres sein.

Interessenten können sich bei der Grundstücksverwalterin Mandy Mehner melden unter Tel.  03596 509230.

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/ort/sebnitz vorbei.

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