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Neues Team für ein schöneres Freital

Im Koordinationsbüro für soziale Arbeit gibt es zwei neue Kolleginnen – und jede Menge neue Ziele.

© Andreas Weihs

Von Tobias Winzer

Vater, Mutter und Kinder

sind eine wunderbare Kombination. Sie kann viel Spaß machen, aber auch Arbeit und Ärger. Tipps, Tricks und Themen zu allem, was mit Familie und Erziehung zu tun hat, gibts in einer besonderen Themenwelt von sächsische.de.

Freital. Es geht schon mit dem Namen los. „Koordinationsbüro für soziale Arbeit – das geht nicht besonders leicht von der Zunge“, sagt Simone Lehmann, die Leiter der von der Stadt finanzierten Einrichtung. Künftig will sie deshalb die Kurzform Kobü in der Öffentlichkeit etablieren. Das ist nur ein kleiner Baustein, der dafür sorgen soll, die Arbeit des Büros bekannter und Freital letztlich etwas lebenswerter zu machen.

Seit 2011 gibt es das Koordinationsbüro in der jetzt bestehenden Form. Vereine untereinander zu vernetzen und das ehrenamtliche Engagement in der Stadt zu fördern – das sind zwei von vielen Aufgaben der Einrichtung. Zum Jahresanfang gab es nun eine Art Neuanfang, die vor allem mit einem Personalwechsel zu tun hat. Die bisherige Mitarbeiterin Dietja Lumpe wollte sich beruflich neu orientieren, Kollegin Jutta Kaiser ist in Rente gegangen. Ihre Stellen haben nun seit Januar Juliane Espenhain und Claudia Rudolph inne, die beide bereits mehrjährige Erfahrung in der Sozialarbeit in Freital haben. Vom Team übrig geblieben ist nur die Leiterin Simone Lehmann. „Ich sehe das als Chance, eine völlig neue Sichtweise auf bestimmte eingefahrene Dinge zu bekommen“, so die 47-Jährige.

In den vergangenen Wochen wurde eine Art Plan entworfen, wie die Arbeit des Koordinationsbüros verbessert werden kann. Erster Punkt: Die Einrichtung soll noch bekannter werden, wozu neben dem neuen, verkürzten Namen auch die überarbeitete Webseite beitragen soll. Noch vor der Sommerpause soll sie an den Start gehen und bürgerfreundlicher werden.

Zweiter Punkt: Die Kobü-Mitarbeiter wollen nun genau wissen, welche Angebote in Freital noch fehlen und planen dazu in diesem Jahr eine groß angelegte Umfrage unter Jugendlichen von 15 bis 17 Jahren. „Wir hören immer, dass in Freital nichts los ist für Jugendliche“, sagt Lehmann. „Aber, wenn wir fragen, was denn los sein soll, bekommen wir meist keine Antwort.“ Die Frage sei, ob die Jugendlichen eh alle am liebsten nach Dresden gehen, um dort etwas zu unternehmen. Oder ob in Freital einfach das passende Angebot fehle.

Voraussichtlich im März soll nun ein Fragebogen an möglichst viele Jugendliche verteilt werden. Das Kobü ist dazu in Kontakt mit den Freitaler Schulen. Ein wichtigr Punkt des Fragebogens wird dabei auch sein, ob sich die Jugendlichen vorstellen können, selbst etwas auf die Beine zu stellen. „Mit ihnen wollen wir dann anschließend die Ideen in einem Workshop weiterentwickeln“, so Lehmann. „Denn nur, wenn es von den Jugendlichen selbst kommt, wird es auch angenommen.“ Zusammenarbeiten will das Kobü dabei mit Freitals zweitem großen städtischen Netzwerker, dem Soziokulturellen Zentrum.

Darüber hinaus sollen die bisher vom Kobü betreuten Projekte weiterlaufen – die Kunst im Hof, der Potschappler Advent oder die Unterstützung der Ehrenamtler in der Bibliothek Zauckerode. Viel Zeit nimmt auch die Betreuung der vier Akteursrunden in Hainsberg, Niederhäslich, Zauckerode und Potschappel in Anspruch. Engagierte in den Stadtteilen finden sich dort zusammen und setzen Ideen zur Verschönerung ihres Umfelds um. Vor allem über das wiedererstarkte Engagement in Potschappel ist Lehmann froh. „Die Akteursrunde nimmt gerade richtig Fahrt auf.“

Offenen Sprechzeiten des Koordinationsbüros, Dresdner Straße 90: Dienstag 10 bis 12 Uhr sowie Donnerstag 14 bis 18 Uhr.