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Dresden

Neues Tempolimit auf der Bautzner Straße

Vor allem nachts fühlen sich die Anwohner in der Neustadt gestört. Jetzt macht die Stadt Nägel mit Köpfen.  

Zwischen Rothenburger und Prießnitzstraße gilt nachts Tempo 30. © Archivbild: Sven Ellger

Fuß vom Gas heißt es ab sofort auf einem bestimmten Abschnitt der Bautzener Straße in der Dresdner Neustadt. Grund: Die Stadt setzt einen Punkt aus dem Lärmaktionsplan um.

Nach Abstimmungen mit dem Landesamt für Straßen und Verkehr gilt deswegen ab sofort zwischen 22 und 6 Uhr eine neue Höchstgeschwindigkeit auf der Bautzner Straße. Dort darf nun auf dem Abschnitt zwischen Rothenburger Straße und Prießnitzstraße nur noch mit Tempo 30 gefahren werden. Eine entsprechende Beschilderung sei angebracht, teilte die Verwaltung am Freitag mit.

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„Diese knapp 700 Meter gehören zu den lautesten Straßenabschnitten in Dresden“, erklärt Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen. „Von der Reduzierung auf Tempo 30 in der Nacht profitieren etwa 750 Anwohnerinnen und Anwohner. Die geringere Höchstgeschwindigkeit kostet Autofahrer etwa 30 Sekunden Fahrzeit – gut investierte Zeit für den gesünderen Schlaf der Anwohner“, so Jähnigen weiter.

Die nun abgeschlossene Maßnahme ist Teil des Lärmaktionsplans Äußere Neustadt. Der Geräuschpegel auf der Bautzner Straße resultiert vor allem aus der beidseitig geschlossenen Bebauung und der hohen Verkehrsbelastung in diesem Abschnitt.

Eigentlich hatte die Stadt sogar ein ganztägiges Tempo-30-Limit vorgeschlagen. Denn Fazit einer Bürgerumfrage war, dass sich Bewohner der Neustadt, in Pieschen und in der Leipziger Vorstadt besonders vom Straßenlärm gestört fühlen. So nimmt über ein Drittel aller Neustadt-Bewohner den Verkehrslärm stark bis sehr stark wahr. Für die der Bautzner Straße wird beispielsweise ein gemittelter Schalldruckpegel von 80 Dezibel für den gesamten Tag errechnet. Das ist laut Stadtverwaltung eine sehr hohe Lärmbelastung. Allerdings konnte sich das Ganztages-Tempolimit nicht durchsetzen.

Doch es gibt weitere Maßnahmen wie ein nächtliches Lkw-Verbot, zum Beispiel auf der Glacisstraße, oder der Austausch von Pflastersteinen gegen Asphaltbelag.

Derzeit kommen Autofahrer auf dem betreffenden Abschnitt der Bautzner Straße ohnehin kaum schneller voran. Denn zwischen Glacis- und Hoyerswerdaer Straße tauschen die Verkehrsbetriebe bis 1. September die maroden Schienen aus. Stadtauswärts gilt eine Umleitung über die Glacis-, Melanchthon- und Weintraubenstraße. In die andere Richtung führt der Verkehr über die kleine Bautzner Straße. Vom 1. September bis 19. Oktober läuft alles wieder wie vorher, doch dann ist die nördliche Nebenfahrbahn gesperrt und erhält ihre endgültige Form. (SZ/mja/kh)