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Dresden

Gib 8 im Verkehr!

An der Antonstraße hat der Künstler Jens Besser dem ewig fließenden Stadtverkehr ein Bild gewidmet.

Wer hinter der Dresdner Marienbrücke Richtung Neustädter Bahnhof im Stau steht, bekommt was zu gucken: Jens Bessers neues Wandbild „Infinite Transportation“ ist voller verkehrstechnischer Details.
Wer hinter der Dresdner Marienbrücke Richtung Neustädter Bahnhof im Stau steht, bekommt was zu gucken: Jens Bessers neues Wandbild „Infinite Transportation“ ist voller verkehrstechnischer Details. © Sven Ellger

Stau ist langweilig? Nervig? Ja, klar, niemand wird das bestreiten. Aber wenn man auf der Dresdner Antonstraße in seinem Auto festsitzt, kann es auch recht kurzweilig werden. Dort gibt es neuerdings jede Menge anzuschauen, bei Tag und in Kürze auch bei Nacht. Der Dresdner Künstler Jens Besser hat dort an einem Hotelneubau ein neues Wandbild geschaffen. „Infinite Transportation“, der unendliche Verkehr fließt durch die Ziffer Acht, die er als aufrecht gestelltes Unendlichkeitszeichen verstanden wissen möchte. 

„Ich habe die Grundform der aufrecht gestellten Unendlichkeitsschleife bereits 2013 für meine Siebdruckserie „Train of Infinity“ genutzt und dort Züge Kreise ziehen lassen“, erklärt er. Nun ergab sich die Chance, das Thema auch für seine Heimatstadt zu gestalten und damit eine nackte Fassade deutlich aufzuwerten. Auf dem Bild erkennt man unschwer Bahn-, Flug-, Bus-, Rad- und Schiffsverkehr, andererseits findet man auch versteckte Details wie ein „Hipster Hobo“ unter der Brücke und der Hashtag #Metatreno, ein Rave oder ein fahrendes Haus auf einem Güterwaggon.

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Der Urban Artist greift in seinem Werk aktuelle Aspekte der Verkehrspolitik auf. Lastenräder und elektrisch betriebene Drohnenflugzeuge kann man bei genauerer Betrachtung identifizieren. So alltäglich wie der Verkehr sind die Dinge, die Besser spontan bei der Arbeit an der Wand seinem Entwurf hinzufügte: Hut und Tasche, Tisch und Stuhl... All diese Details sollen in der Dunkelheit nicht verschwinden, denn in naher Zukunft, also nach Fertigstellung des Gebäudes, soll das Wandbild auch bei Nacht im gedimmten Licht sichtbar ein.

Jens Besser hat das Werk seit dem 27. Mai innerhalb von nur einer Woche mit einer Mischung aus Fassadenfarben und Acrylsprühfarben realisiert.

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