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Kamenz

Neues Wartehäuschen in Kriepitz

Die Idee stammt aus einem Schülerprojekt. Und eine Spende der Firma Ziegler aus Piskowitz machte es ganz schnell möglich.

Jule Teich und Sophia Krahl waren „Stadträte für einen Tag“. Im Schülerprojekt wurde die Idee eines Buswartehäuschens in Kriepitz geboren. Dank einer Spende der Firma Ziegler aus Piskowitz wurde es überraschend schnell Realität. © Rocci Klein

Elstra. Die Schüler im Ortsteil Kriepitz dürfen sich ab dem nun starteten Schuljahr über eine neue Bushaltestelle in der Gödlauer Straße freuen. Im Zuge einer Initiative des Netzwerkes für Kinder- und Jugendarbeit hatten Schüler der Oberschule Elstra das Projekt „Stadtrat für einen Tag“ durchgeführt. Dabei konnten die jungen Leute mit Bürgermeister Frank Wachholz und Stadträten zu Probleme und Wünschen in ihrer Kommune in Kontakt treten. Dabei ging es auch um konkrete Lösungsansätze. Im zweiten Teil des Projektes simulierten die Schülerinnen und Schüler tatsächlich eine Stadtratssitzung. „Hier mussten die Schüler wie der richtige Stadtrat auch Antworten auf Fragestellungen und dann natürlich über Abstimmungen Mehrheiten finden,“ so Frank Wachholz.

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Im Frühjahr 2018 nahmen Schüler der 9. Klasse von der Oberschule an diesem Projekt teil. Mit dabei waren auch die mittlerweile 16-jährigen Sophia Krahl und Jule Teich. „Wir hatten den Wunsch, dass in unserem Ortsteil ein Buswartehäuschen erbaut werden müsste,“ sagt Sophia. „Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ist es sehr unangenehm, ohne Schutz auf den Bus zu warten“, fügt Jule an. Im Sommer 2018 hatte die Stadtverwaltung Elstra im Zuge der Straßensanierung schon die Absicht, diese Idee schnellstmöglich umzusetzen. Während noch Gespräche mit einem Grundstückseigentümer geführt wurden, stellte man parallel dazu einen Fördermittelantrag. Im Herbst 2018, als das Grundstück erworben und die Straße ausgebaut war, kam die Firma Ziegler aus Piskowitz auf die Stadtverwaltung Elstra zu, Man wolle die Idee der Kriepitzer gern mit unterstützen, hieß es. Nach einer Messe in Nürnberg stand eine fertige Wartehalle auf dem Firmengelände in Piskowitz bereit.

Enge Zusammenarbeit

Im Dezember 2018 wurde die Spende durch den Stadtrat abgenickt – zum Wohl der Anwohner des Ortsteiles. „Die Wartehalle, die auch noch einen Fahrradständer, einen Abfallbehälter und zwei Sitzbänke umfasst, sollte nun schnellstmöglich ihren Platz an der Gödlauer Straße finden“, so Udo Rietscher von Ziegler. Zu Beginn der Sommerferien wurde dann fleißig aufgebaut. „Die Wartehalle, die mit Sicherheitsglas umhüllt ist, bietet einen Rundumblick für alle wartenden Gäste.“

Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, der Firma Ziegler und natürlich den Ideengebern der Oberschule, konnte der Fördermittelantrag mittlerweile zurückgezogen werden und die Idee an sich viel schneller umgesetzt werden, als ursprünglich geplant war. Welche Ideen in Zukunft ebenfalls über das Projekt mit dem Netzwerk für Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt werden, bleibt abzuarten. Bürgermeister Frank Wachholz: „Die Stadtverwaltung würde sich über weiterer derartige Aktionen sehr freuen, denn ausreichend Umgestaltungsbedarf in der Stadt Elstra und in den umliegenden 13 Ortsteilen ist definitiv vorhanden.“

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