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Neugersdorf rüstet sich für Fan-Ansturm

Bis zu 2 000 Fußballanhänger werden am Mittwoch im Neugersdorfer Jahnstadion erwartet. Sogar die Polizei rückt zu der Begegnung an.

Von Romy Kühr

Wo geht’s denn hier zum Stadion? Viele Anwohner der Nebenstraßen rund um das Jahnstadion in Neugersdorf kennen diese Frage. Regelmäßig wird sie von Fußballfans durchs Autofenster gestellt, die auf der Suche nach dem Fußballplatz sind. Am kommenden Mittwoch werden sich die Neugersdorfer darauf wieder einstellen müssen. Darauf und auf viele parkende Autos.

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Denn die Mannschaft des örtlichen Fußballclubs FC Oberlausitz spielt im Halbfinale um den Sachsenpokal gegen die Elf des Vereins Rasenballsport (RB) Leipzig. Für den FCO und die Stadt bedeutet das nicht nur Freude über die sportliche Leistung der Neugersdorfer Fußballer, sondern auch eine Menge Arbeit. Um zum Beispiel ein Parkchaos zu vermeiden, werden zentrale Parkplätze ausgewiesen. „Die sollten Gäste nutzen, anstatt der Nebenstraßen rund ums Stadion“, sagt Michael Schubert von der Geschäftsstelle des FCO. Sigrun Pursche vom städtischen Ordnungsamt weist außerdem darauf hin, dass am Stadion auch Halteverbote eingerichtet werden. Für die ganze Fußballsaison gelte zum Beispiel auf der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße direkt am Stadion ein halbseitiges Halteverbot. „Das Parken ist nur auf einer Straßenseite erlaubt“, erklärt sie. Der Grund dafür ist die Sicherheit: „Wir müssen dafür sorgen, dass eine Gasse frei bleibt, die breit genug ist für Rettungsfahrzeuge“, so Frau Pursche. Erst am Ende der Saison würde das Halteverbotsschild wieder entfernt.

Offiziell geparkt werden darf auf dem Karl-Marx-Platz, der kleinen Stellfläche an der Hauptstraße/Ecke Fröbelstraße, auf dem Külzplatz unterhalb des Stadions, auf der Fläche an der Parkstraße nahe des Gesundhauses und auf dem Parkplatz der ehemaligen Schleckerdrogerie an der Karl-Liebknecht-Straße. Damit alle Besucher die Parkplätze finden, werden Ordnungsamtsmitarbeiterin Sigrun Pursche und ihre Kollegen gemeinsam mit Sicherheitskräften vor Ort sein. „Wir weisen die Leute ein“, sagt sie. Sie und auch Michael Schubert vom FCO rechnen mit zahlreichen Gästen von außerhalb, die sich vor Ort nicht gut auskennen. „Wir erwarten etwa 1 500 bis 2 000 Besucher“, so Schubert. Im Gegensatz zu sonst 200 bis 300 Zuschauern, die gewöhnlich zu Spielen des FCO in die Jahn-Sportanlage kommen, ist das eine riesige Zahl. Aufgrund dieser Größenordnung ist die Veranstaltung auch als Risikospiel eingestuft. Das bedeutet, die Polizei wird mit Einsatzkräften vor Ort sein. Zusätzlich sind Sicherheitsdienste im Einsatz.

Um Konfrontationen zu vermeiden, werden sogar am Stadioneingang die Anhänger der einzelnen Mannschaften getrennt. „Für den Gästeblock gibt es einen separaten Zugang vom Külzplatz aus“, erklärt Michael Schubert. Auch innerhalb der Sportanlage gibt es im Zuschauerbereich getrennte Blöcke. Schubert rechnet zwar nicht damit, dass es zu Auseinandersetzungen kommt. „Wir hatten voriges Jahr schon ein Spiel gegen RB mit vielen Gästen aus Leipzig. Da blieb alles ruhig, das sind anständige Fans.“ Aber sicher ist sicher, sagt der Mann vom FCO.

Abgesehen von Ruhe und Ordnung rund ums Stadion am Spieltag gibt es für ihn und seine Vereinskollegen bis dahin noch eine Menge zu tun. „So ein großes Spiel bedeutet schon einen ganz schönen Aufwand“, so Schubert. So muss plakatiert und Werbung gemacht, der Vorverkauf organisiert werden. Noch bis Dienstag gibt es Karten für das Spiel. „Dann gehen wir einsammeln und sehen, wie viele Tickets für die Abendkasse übrig bleiben.“

Sachsenpokal-Halbfinale FCO gegen RB Leipzig, 9. April, 17.30 Uhr, in der Jahn-Sportanlage Neugersdorf.