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Dresden

Neumarkt-Wächter wollen Entschuldigung

Die Gesellschaft wirft der Stadt vor, den Siegerentwurf zum Neustädter Markt zu missachten.

© Sven Ellger

Das wohl einzige Prunkvolle am Neustädter Markt ist der Goldene Reiter. Die beiden Brunnen links und rechts des Standbildes sprudeln jedenfalls schon länger nicht mehr und verfallen. Auch die Wohnblöcke zum Palaisplatz und Carolaplatz hin haben die besten Tage hinter sich. Aus genau diesem Grund hatte die Stadtverwaltung mit sehr viel Aufwand einen städtebaulichen Wettbewerb für den Markt und das Königsufer angeschoben und auch schon Sieger küren lassen. Dass die drei besten Entwürfe möglicherweise nie eine Chance bekommen werden, erzürnt die Gesellschaft Historischer Neumarkt.

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Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) hatte der Sächsischen Zeitung gesagt, er könne sich vorstellen, dass der Stadtrat lediglich dem Entwurf fürs Königsufer zustimmen, der Neustädter Markt jedoch aus den Planungen herausgenommen werde. Im Endeffekt hätte keiner der Wettbewerbsbeiträge zum Markt die Jury wirklich überzeugt.

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Einer der drei besten Entwürfe: Die blau markierten Gebäude auf der Karte zeigen die geplanten Häuser am Neustädter Markt und am Königsufer. 
Einer der drei besten Entwürfe: Die blau markierten Gebäude auf der Karte zeigen die geplanten Häuser am Neustädter Markt und am Königsufer.  © Stadtverwaltung Dresden

Der Baubürgermeister müsse sich die Frage nach Steuergeldverschwendung gefallen lassen, erklären die Neumarkt-Gesellschaft und die Initiative „Stadtbild Dresden“ und sprechen von einem „unsinnigen Aufwand“. „So kann man sowohl mit den beteiligten Personen, als auch mit den Finanzen nicht umgehen.“ An der Bewertung hatte sich nicht nur eine Expertenjury beteiligt, auch Bürger brachten sich ein. Die Verwaltung solle sich entschuldigen und die Architekturbüros gegebenenfalls finanziell entschädigen, heißt es.