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Neun Jahre Haft für Brandstifterin

Die Angeklagte wird gleich im Verhandlungssaal verhaftet. Das Motiv für die Taten soll Ausländerfeindlichkeit sein.

© DA-Archiv

Von Jens Hoyer

Döbeln/Chemnitz. Eine 71 Jahre alte Döbelnerin ist von der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Chemnitz zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Damit blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, das eine Strafe von 13 Jahren und 6 Monaten gefordert hatte. Der Verteidiger hatte einen Freispruch beantragt.

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Das Gericht sah genügend Indizien, die für eine Täterschaft der Frau sprechen. Von den vielen Anklagepunkten waren am Ende zwei übrig geblieben: zwei Brandstiftungen im Oktober 2016 und im März 2017 im Keller des Hauses Albert-Schweitzer-Straße 23, bei denen eine Frau verletzt und eine andere 85 Jahre alte Hausbewohnerin später an den Folgen einer Rauchgasvergiftung gestorben war. Grund für die Brandstiftungen soll der Einzug eines Iraners in das Haus gewesen sein. Die Frau, die seit 17 Jahren in dem Haus wohnte, wollte nach Ansicht der Staatsanwaltschaft den Verdacht auf diesen lenken.

Weil es sich bei den Taten um Schwerkriminalität handelt, wurde noch im Gerichtssaal ein Haftbefehl ausgesprochen und die Frau in die JVA Chemnitz gebracht.

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