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Pläne für Schloss Langburkersdorf

Bis Jahresende soll feststehen, wie das imposante Areal genutzt werden kann. Ideen dazu gibt es schon.

Endlich kann es losgehen. Die Machbarkeitsstudie für die Entwicklung von Schloss Langburkersdorf ist angeschoben.
Endlich kann es losgehen. Die Machbarkeitsstudie für die Entwicklung von Schloss Langburkersdorf ist angeschoben. © Daniel Schäfer

Die Stadt Neustadt hat die Planungsleistungen für eine Machbarkeitsstudie für das Schloss Langburkersdorf ausgeschrieben. Bis Monatsende konnten sich Planungsbüros dafür bewerben. Wer den Zuschlag erhält, muss noch entschieden werden. Danach sollte es ziemlich schnell gehen. Denn die Zeit drängt.

Die Stadt Neustadt hatte für die Machbarkeitsstudie Fördermittel in Höhe von 54.000 Euro erhalten. Und die müssen bis Jahresende abgerechnet sein. Sonst verfällt die Summe und damit wäre dann auch die Chance für die weitere Entwicklung des Schlossgeländes vertan. Deshalb muss das noch zu beauftragende Planungsbüro auch schnell handeln. Vorgabe der Stadt ist, dass mit den Arbeiten für die Machbarkeitsstudie spätestens im August begonnen wird. Ziel ist es unter anderem, ein Nutzungskonzept für die bestehenden Gebäude, also für das Torbogen- und das Werkstatthaus, auf den Weg zu bringen. Außerdem sollen Ideen für die künftige Gestaltung des Hofgeländes und den Schlosspark gesammelt werden.

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Erlebniswelt für die ganze Familie?

Der Förder- und Heimatverein Schloss Langburkersdorf begrüßt diesen weiteren Schritt. Seit seiner Gründung vor 20 Jahren ist der Verein auf der Suche nach einem schlüssigen Gesamtkonzept. Seine Ideen hat der Verein bereits vorgestellt. Nun hoffen die Mitglieder, dass sie auch in den Prozess der Machbarkeitsstudie mit einbezogen werden.

Aus Sicht des Vereins könnte das ganze Areal als Eingangstour in die Sächsische Schweiz, von der A 4 kommend, aufgewertet werden. Die Vereinsmitglieder sehen das Gelände als Erlebniswelt, verbunden mit Geschichte, Kultur, Erholung und Gastronomie. Die Kulturscheune gibt es bereits, und das Schloss ist restauriert. Dort befinden sich noch ein weiterer Festsaal sowie der Hochzeitssaal. Das Torbogengebäude harrt dagegen noch einer weiteren Nutzung beziehungsweise Umnutzung.

Und die Ideen des Vereins reichen noch weiter. Nachdem die Pläne mit einem Museum an Neustadts Markt gescheitert sind, könnte das Schloss Langburkersdorf das Thema Geschichte der Region von Neustadt aufgreifen. Nicht zuletzt würden da Themen aus der Sächsischen Schweiz Platz finden wie auch ein Teil Wirtschaftsgeschichte mit dem Fortschrittwerk und der Kunstblumenherstellung. Das Schlossareal hat aber noch mehr Entwicklungspotenzial. Da gibt es zum Beispiel noch einen Pferdestall mit Platz für ein Café und einen Hofladen.

1925 wurde das gesamte Anwesen an die Landesversicherung Sachsen verkauft, welche nach großen baulichen Veränderungen ein Altersheim errichtete. Die Zeichnung gibt den geplanten Erweiterungsbau an das Wirtschaftsgebäude wieder.
1925 wurde das gesamte Anwesen an die Landesversicherung Sachsen verkauft, welche nach großen baulichen Veränderungen ein Altersheim errichtete. Die Zeichnung gibt den geplanten Erweiterungsbau an das Wirtschaftsgebäude wieder. © privat

Lager für den Bauhof und die Feuerwehr?

Im Schlossgelände selbst geht nur jetzt wegen Corona nichts. Ansonsten bietet der Verein Veranstaltungen in der Kulturscheune an. Auch das Schlossareal wird einbezogen, wie zum Beispiel bei Veranstaltungen. Und auch der Trausaal wird in Kombination mit der Kulturscheune gut angenommen. Jetzt könnten weitere Visionen dazu kommen.

Den Ideen der Mitglieder vom Schlossverein stehen die der Stadt gegenüber. Und die sehen ganz anders aus. In ersten Überlegungen sollte neben dem bereits bestehenden Bauhof ein Lager für den Katastrophenschutz und für die Bekleidung der Feuerwehr entstehen. Offen für neue Ideen zeigt man sich aber auch im Rathaus. Nun wird es an den Planern liegen, zu untersuchen, was im Schlossareal von Langburkersdorf alles möglich ist und wie das am Ende finanziert werden kann.

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