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Neustadt braucht mehr Gewerbefläche

An der Erweiterung des Gewerbegebietes am Fuchsberg in Berthelsdorf gibt es Kritik. Die Stadt verteidigt die Pläne.

Das Gewerbegebiet am Fuchsberg in Berthelsdorf soll erweitert werden.
Das Gewerbegebiet am Fuchsberg in Berthelsdorf soll erweitert werden. © Steffen Unger

Im Neustädter Ortsteil Berthelsdorf soll das Gewerbegebiet am Fuchsberg erweitert werden. Einen Vorentwurf der Planungen gibt es - und an dem wurde nun Kritik laut. Neustadt habe ausreichend Gewerbefläche, mit der Erweiterung würde ein wertvolles Biotop zerstört und die vorgesehene Abbiegespur von der Umgehungsstraße wäre lebensgefährlich.

Dieser Kritik haben sich offenbar nicht nur Anwohner angeschlossen. Die Stadt Neustadt will das so nicht stehenlassen.

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Mit dem Landratsamt sei abgestimmt, dass der Schwerpunkt für Neustadt auf der Wirtschaftsentwicklung liege, sagt Bauamtsleiter Michael Schmidt. In Sebnitz seien aufgrund der topografischen Lage die Möglichkeiten ausgereizt. Deshalb konzentriere man sich in Neustadt auf die Entwicklung von Gewerbeflächen.

Seit mehreren Jahren habe man dafür keine grüne Wiese mehr erschlossen, sondern Industriebrachen revitalisiert. Bestes Beispiel: die beiden Gewerbegebiete der Industrie-Center Neustadt GmbH (ICN) an der Kirschallee in Langburkersdorf. Solche Brachflächen gebe es jetzt nur noch an der ehemaligen Milchviehanlage in Polenz sowie am Güterbahnhof in Neustadt. An beiden Flächen ist die Stadt schon länger dran.

Fuchsberg schon immer als Gewerbegebiet vorgesehen

Die Stadt Neustadt selbst verfüge derzeit nur noch über eine einzige freie Fläche für Gewerbe an der Andreas-Schubert-Straße, so der Bauamtsleiter. Die kleinen Restflächen an der Kirschallee werden von der ICN verwaltet. Sind diese verkauft, bleibt lediglich das Mischgebiet an der Heinrich-Hertz-Straße, aber eben nur für kleines Gewerbe im Zusammenhang mit dem Schwerpunkt Wohnen. Deshalb setzt die Stadt nun auf die Erweiterung des Fuchsberg-Geländes.

Ein Flurstück hat die bereits ansässige Firma Firma Lehmann & Frommelt Thermoformung GmbH gekauft. "Wir sind hier gemeinsam im Boot und wollen die komplette Fläche entwickeln und nicht nur dieses Grundstück als Enklave", sagt der Bauamtsleiter. Darüber hinaus sei nichts von einem Biotop bekannt. Dafür spricht auch, dass das Areal bereits im Flächennutzungsplan der Gemeinde Hohwald als Gewerbegebiet vorgesehen war. Wenn es tatsächlich ein Biotop wäre, dann werde sich das bei den weiteren Planungen herausstellen.

Abbiegespur schon lange im Plan

Kritik gab es auch an der geplanten Abbiegespur von der Ortsumgehungsstraße in das Gewerbegebiet Fuchsberg. Auch die hält die Stadt Neustadt für unbegründet. Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr habe dort schon immer eine Abfahrt vorgesehen. Die Spur ist mit dem Planfeststellungsverfahren bereits vor dem Bau der Ortsumgehung festgeschrieben worden. Aus finanziellen Gründen wurde die bis jetzt nicht angelegt.

Der Stadtrat wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit dem Thema beschäftigen. Während der Auslegung des Vorentwurfs für die Erweiterung des Gewerbegebietes haben drei Leute persönlich Einsicht genommen und es gibt auch einige Stellungnahmen dazu. Die wird die Stadt nun auswerten.

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