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Neustadt: Waldbad braucht Hilfe

Die Kulturinitiative Polenz unterstützt den Erhalt des Bades. Deswegen wurde jetzt sogar die Vereinssatzung geändert.

Einwohner und Stammgäste stehen zu ihrem Waldbad in Polenz.
Einwohner und Stammgäste stehen zu ihrem Waldbad in Polenz. © Daniel Schäfer

Trübe Aussichten für die Kulturinitiative Polenz, kurz KIP. Deren Mitglieder organisieren unter anderem die Veranstaltungen im Waldbad Polenz. Doch schon im letzten Jahr gab es nichts zu organisieren und dieses Jahr sieht es ebenfalls nicht gut aus.

Um das Waldbad hat sich die Kulturinitiative dennoch gekümmert. Über 660 Unterschriften haben die Mitglieder gesammelt, zum Erhalt des Waldbades und dafür, dass endlich eine Machbarkeitsstudie für die Badsanierung auf den Weg gebracht wird. Nicht nur Polenzer haben unterschrieben, auch viele Neustädter, Sebnitzer, sogar Stammgäste aus Dresden und Umgebung.

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Der Stadtrat von Neustadt hat mittlerweile den Doppelhaushalt 2021/2022 beschlossen und mit ihm auch die Machbarkeitsstudie zur Sanierung und Umgestaltung des Waldbades Polenz. Um den Beschluss wurde lange gerungen.

Stadtrat Neustadt beschließt Sanierung

Dieser besagt, dass sich der Stadtrat zum Erhalt des Waldbades Polenz und Fortbestand als Naturfreibad bekennt. Das Unternehmen Wasser-Werkstatt Bamberg soll mit der Machbarkeitsstudie beauftragt werden. Diese Studie enthält, so ist es im Antrag formuliert, das Schwimmbecken, das Sanitär- und Sozialgebäude, die Spielmöglichkeiten sowie eine Ver- und Entsorgungsstation für Wasser und Zapfmöglichkeiten für Strom auf dem Stellplatz der Reisemobile.

Die Studie sollte nach Beschluss des Doppelhaushaltes umgehend in Auftrag gegeben werden. Ebenfalls unmittelbar danach soll die Errichtung eines Brunnens zur Befüllung des Beckens zum frühestmöglichen Termin realisiert werden. Zur Finanzierung der Studie sind 55.000 Euro eingeplant.

In dem Waldbad gibt es ein Biotop. Das könnte künftig in die Bildungsarbeit der Kulturinitiative Polenz einbezogen werden.
In dem Waldbad gibt es ein Biotop. Das könnte künftig in die Bildungsarbeit der Kulturinitiative Polenz einbezogen werden. © Daniel Schäfer

Der Beschluss im Stadtrat stieß bei der Kulturinitiative natürlich auf Zustimmung. Nicht zuletzt auch, weil ihr Vorsitzender, Bernd Mutscher, nicht nur Betreiber des Waldbades, sondern selbst auch Stadtrat ist. Und dass er sich innerhalb der Kulturinitiative natürlich auch für das Bad starkmacht und alle Kräfte mobilisiert, liegt auf der Hand.

In ihrer jüngsten Mitgliederversammlung hat sich die Kulturinitiative dazu bekannt, sich künftig noch stärker für den Erhalt des Waldbades und die weitere Entwicklung einzusetzen. Dafür wurde sogar die Satzung geändert. Das soll auch als ein deutliches Signal an die Stadtverwaltung Neustadt verstanden werden, dass man in Polenz nicht lockerlassen werde.

Kulturinitiative braucht Verstärkung

Ziel müsse sein, die Möglichkeiten des Waldbades zu nutzen für die Förderung von Kultur, Tourismus und die Förderung von Bildungsarbeit auf den Gebieten Naturkunde, Naturschutz und Ökologie. Dafür gibt es bereits ein Biotop im oberen Teil des Bades.

Das soll übrigens nicht mehr nur Waldbad heißen, sondern Tourismus- und Erholungszentrum Polenz. Denn ausreichend Möglichkeiten gibt es hier, eingeschlossen der Caravanplatz. "Wir freuen uns natürlich, dass der Stadtrat so entscheiden hat, aber jetzt muss das Beschlossene auch zügig umgesetzt werden", sagt Bernd Mutscher. Er selbst durfte wegen Befangenheit nicht mit abstimmen.

Die Mitglieder der Kulturinitiative erwarten nun, dass sich auch die Machbarkeitsstudie nicht länger hinziehen wird, sondern man zügig an die Arbeit geht. Gleichzeitig verpflichten sich die Leute von der KIP, bei der Pflege des Waldbades weiter mitzuwirken. Und dann wären ja auch noch Veranstaltungen zu organisieren, wenn die denn wieder möglich sind.

Die Arbeit soll auf breite Schultern verteilt werden. Der Verein wirbt deshalb um neue Mitglieder. Und auch dabei will man sich nicht nur auf die Polenzer konzentrieren. Jeder Bürger, der möchte, kann durch die schriftliche Beitrittserklärung und Anerkennung der Satzung Mitglied im Verein werden, sagt Carola König, die stellvertretende Vorsitzende.

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