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So geht es in der Neustadthalle weiter

Chefin Anett Zierenberg hat einen Wunschkünstler. Er wird zwar nicht nach Neustadt kommen, dafür aber andere. So läuft der Neustart.

Anett Zierenberg ist Geschäftsführerin der Neustadthalle Veranstaltungs GmbH und froh, wieder Gäste begrüßen zu können.
Anett Zierenberg ist Geschäftsführerin der Neustadthalle Veranstaltungs GmbH und froh, wieder Gäste begrüßen zu können. © Steffen Unger

Nach der coronabedingten Unterbrechung und nach der Sommerpause ist die Neustadthalle - mit einem der größten Säle in der Region - wieder am Start.

Geschäftsführerin Anett Zierenberg ist froh, endlich mit ihrem Team wieder loslegen zu können. "Es ist schön, wieder Besucher im Haus begrüßen zu können. Wir haben auch unseren Spielplan vollumfänglich bestückt, sodass für jeden etwas dabei ist", sagt sie.

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Ein gutes Zeichen vor allem auch für die Besitzer von Anrechten die aus dem gesamten Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge kommen. Diese können in der aktuellen Saison zwei Anrechte nutzen, zum einen das Theater- und Konzertanrecht und zum anderen das Satirefest-Anrecht. Anrechtsinhaber bekommen für gewöhnlich Rabatte. Genutzt hat es ihnen in der Corona-Zeit nichts.

Auch für die Anrechtsinhaber hieß es lange warten. Zum Glück, so die Geschäftsführerin, haben aber alle zur Stange gehalten. Und wer möchte, kann sogar noch einsteigen. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite der Neustadthalle. Das Theater- und Konzertanrecht ist ab 7. Oktober nutzbar. Neun Veranstaltungen sind geplant. Wer möchte, kann aber auch nur sechs Veranstaltungen buchen. Für das Satirefest-Anrecht sind vier Veranstaltungen geplant.

Noch freie Plätze bei Veranstaltungen

Was jetzt so einfach mit einem Neustart klingt, war es aber bei Weitem nicht. Denn hinter den Kulissen musste Anett Zierenberg ganz schön wirbeln. "Die Situation war für uns ungewöhnlich. Wir haben natürlich versucht, die Künstler umzubuchen. Manche haben komplett abgesagt. Da war es schon nicht ganz einfach, wieder Veranstaltungen zu organisieren", sagt sie. Und dann waren da noch die vielen Nachfragen, wenn es denn wieder losgehe. Daran habe man gesehen, dass die Leute auch wieder hungrig nach Kunst und Kultur gewesen seien, sagt sie. Einige Plakate aus dieser Zeit hängen immer noch mit den großen Aufklebern in der Neustadthalle. Auf denen steht "Verschoben" - einige Veranstaltungen sogar bis ins nächste Jahr.

Die nun geplanten Veranstaltungen sind unterdessen noch nicht ausgebucht. Das könnte auch daran liegen, dass einige der Gäste noch etwas unsicher sind, vor allem wegen der aktuell geltenden Corona-Regelungen. Die Geschäftsführerin kann die Bedenken zerstreuen. In der Neustadthalle ist man mit den Hygienekonzepten bestens aufgestellt. Allerdings rät Anett Zierenberg den Besuchern, sich vorher zu informieren. Ab Donnerstag, 16. September, gilt die 3G-Regel im Landkreis: Zutritt nur für Geimpfte, Genesene und Getestete. Testmöglichkeiten wird es in der Neustadthalle aber nicht extra geben. Das Testzentrum des ASB, Ortsverband Neustadt, befindet sich unweit davon.

Ein Nachteil für kleine Häuser

Immer wieder gern gebucht werden die 3-D-Diashows in der Neustadthalle. Die erste ist am 14. Oktober und beschreibt die Schönheiten von Südtirol und den Dolomiten. Stolz ist die Geschäftsführerin darauf, dass die Landesbühnen Sachsen in diesem Jahr mit dem bei Kindern beliebten Stück "Pettersson und Findus" gastieren. Für Freunde der Operette wird "Dinner for five" geboten. Die Elblandphilharmonie ist zu Gast. Und die Comedians und Kabarettisten geben sich die Klinke in die Hand, wie die academixer, Tom Pauls, Waldimir Kaminer, Peter Flache, Uwe Steimle, Ausbilder Schmidt.

Anett Zierenberg stellt das Programm selbst auf. Dabei ist es nicht ganz so einfach, auf die Wünsche des Publikums einzugehen, wie sie verrät. Auch sie hat einen persönlichen Wunsch: Comedian und Schriftsteller Torsten Sträter würde sie mal gern in der Neustadthalle haben. Allerdings wird der Wunsch wohl unerfüllt bleiben. Die Auswahl der Künstler kann sie zwar treffen. Aber das Ganze hat dann doch einen Haken. Zum einen spielt die Gage eine Rolle. Und die wäre in manchen Fällen wohl nicht über das Eintrittsgeld hereinzuholen. Zum anderen stellen prominente Künstler Anforderungen an die Saalgröße. Und da kann die Neustadthalle mit ihren 500 Plätzen wiederum nicht mithalten.

Froh ist sie vor allem darüber, dass es mit dem Il Teatro wieder eine Gaststätte im Haus gibt. Damit stehe einem genussvollen Abend in jeder Hinsicht in der Neustadthalle nichts entgegen. Darüber hinaus kann die bekannte Pausenversorgung in der Foyerbar wieder angeboten werden.

Und für nächstes Jahr hofft die Geschäftsführerin auf den Kultursommer, für den der angrenzende Kugelgarten mit genutzt werden kann. Der Kultursommer musste wegen Corona das zweite Jahr in Folge abgesagt werden. Aber nicht nur innen geht es mit der Neustadthalle weiter. Derzeit sind die Maler an der hinteren Fassade am Werk und verschönern die äußere Hülle des Hauses.

Wer vor dem Besuch von Veranstaltungen in der Neustadthalle noch einen kostenfreien Covid19-Schnelltest braucht, kann sich diesen nicht weit von der Neustadthalle im Testzentrum des ASB, im Sportforum Neustadt, Maxim-Gorki-Straße 10 holen.

  • Öffnungszeiten: Montag: 8 bis 13 Uhr
  • Dienstag: 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr
  • Mittwoch: 15 bis 18 Uhr
  • Donnerstag: 8 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr
  • Freitag: 8 bis 13 Uhr
  • Sonnabend: 8 bis 13 Uhr
  • Sonntag: 8 bis 13 Uhr

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