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Neustadt wirft Pokalverteidiger aus dem Rennen

Der SSV und der 1. FC Pirna stehen im Finale des Kreispokals. VfL Pirna-Copitz II und der Heidenauer SV scheitern.

© Marko Förster

Von Jens Jahn

Der VfL Pirna-Copitz II als Titelverteidiger des Fußball-Kreispokals ist im Halbfinale ausgeschieden. Gegen den SSV Neustadt gab es im heimischen Willy-Tröger-Stadion eine 2:3 (2:1)-Niederlage.

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Dabei hatte der Tabellen-Zweite der Kreisoberliga noch in der Vorwoche im Punktspiel bei den Neustädtern einen klaren 4:1-Sieg eingefahren. Doch Trainer Holger Weinhold sollte mit seiner Warnung Recht behalten: „Das wird ein ganz anderes Spiel. Die Karten sind neu gemischt.“ Im Gegensatz zum Punktekampf konnte Neustadt wieder auf die Stammleute Edward Thamm und Marlon Bergmann zurückgreifen. Auch Dirk Winter, der beruflich sehr eng eingebunden ist und daher nur selten auflaufen kann, stand zur Verfügung. „Das war sehr wichtig für uns. Man hat das sofort gespürt“, sagte SSV-Coach Udo Schmuck. Nach nur neun Spielminuten gelang Winter, der in dieser Saison erst zwei Einsätze auf dem Konto stehen hat, mit einem sogenannten Sonntagsschuss die Führung. Kurz zuvor hatte Sebastian Felder auf der Gegenseite nur die Lattenunterkante getroffen. Doch die Copitzer Landesliga-Reserve hielt dagegen und per Doppelschlag durch Viktor Löwe (23.) und Frank Göpfert (25.) wurde das Resultat umgekehrt. Bis zur Pause verhinderte die Torumrandung ein höheres Ergebnis für die Hausherren. Nach dem Seitenwechsel gelang Winter mit seinem zweiten Streich der Ausgleich (48.). Die Pirnaer blieben am Drücker – Neustadt-Keeper Carsten Buhl holte einen Kopfball von Fabian Keidel von der Linie.

Einwechsler trifft zum Sieg

In der 66. Minute brachte Coach Schmuck Matti Rothe in die Partie und bewies damit ein glückliches Händchen. Nur 120 Sekunden später erzielte der 31-Jährige das Siegtor. „Wahnsinn! Das ist ja geil! Wir fahren nach Sebnitz!“, sprudelte es aus Rothe nach dem Abpfiff heraus. Am 23.6. wird in der Kunstblumenstadt das Kreispokalfinale über die Bühne gehen.

In diesem Endspiel wird sich der SSV mit dem 1. FC Pirna um den Pokal duellieren. Das Team von Trainer Thomas Warschkow schaffte beim Heidenauer SV einen 5:3 (1:1)-Erfolg. Tragischer Held der Partie war Tommy Schiebe. Warschkow hatte den 26-Jährigen nicht als Abwehrspieler auflaufen lassen, sondern setzte ihn als Überraschungseffekt im Angriff ein. „Das war ein Überraschungsmoment. Er ist schnell und wuselig, das hat uns zum Sieg verholfen“, erklärte der Trainer seinen genialen Schachzug. Der Plan ging auf. Schiebe spielte die Heidenauer Defensivabteilung ein ums andere Mal konfus und erzielte selbst drei Treffer. Das Führungstor in der 28. Minute, ein Elfmeter in der 48. Minute nach einer starken Einzelleistung von Daniel Eichstädt sowie das zwischenzeitliche 5:1 in der 65. Minute gingen auf Schiebes Kappe. Dass sich der Dreifachschütze am Ende nur halbherzig über die Finalteilnahme freuen konnte, lag an einer Gelben Karte in der 82. Minute. Damit ist Schiebe für das Endspiel gesperrt: „Ich bin glücklich über die Tore und unser Weiterkommen, aber auch mächtig sauer. Es war eine sinnlose Gelbe Karte.“

Für Pirna traf auch Thodoris Tamousis (56.). Der in Albanien geborene Grieche war glücklich: „Die gesamte Mannschaft war einfach unglaublich.“ Nick Siegemund vervollständigte die Pirnaer Schützenliste (64.). Tim Kadner hatte für den HSV in der 33. Minute den Ausgleich erzielt. Richard Dörwalds Tor (80.) und Kadners zweiter Streich in der 89. Minute kamen für eine Aufholjagd zu spät.