merken

Döbeln

Neustart in Niederstriegis

Der Grundstein ist gelegt. Jetzt wollen die Grün-Weißen in der Kreisliga B durchstarten. Und das nicht nur kurzfristig.

Thomas Koch (hinten links) startet als Trainer mit Grün-Weiß Niederstriegis in der Kreisliga B die Mission Aufstieg.
Thomas Koch (hinten links) startet als Trainer mit Grün-Weiß Niederstriegis in der Kreisliga B die Mission Aufstieg. © Lars Halbauer

Der Startschuss ist gefallen. Am vergangenen Sonnabend hat mit dem SV Grün-Weiß Niederstriegis beim 33. Sport- und Vereinsfest erstmals eine neue Fußballmannschaft ihre Visitenkarte abgegeben. In einem privaten Freundschaftsspiel bezwangen die Kicker von Trainer Thomas Koch, den an diesem Tag nach einer Meisterfeier angeschlagenen und nicht vollzähligen Kreisoberligaaufsteiger SV Klinga-Ammelshain mit 9:4.

Vor dem ersten Auftritt der Niederstriegiser Mannschaft gab es viel zu organisieren. Vor allem René Giese und Robert Staroske, bisher beim ESV Lok Döbeln aktiv, trieben die Bestrebungen während der vergangenen Saison voran. 

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!
Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Die Entscheidung, einen neuen Fußballverein zu gründen, fassten sie nicht allein. So hatten sich wegen der Unzufriedenheit mit der sportlichen Leitung ein Großteil der Mannschaft entschieden, woanders sein fußballerisches Glück zu suchen. Da das gemeinsam getan werden sollte, war die Neugründung eine Option. Die wurde gezogen. 

„Anfang des Jahres sind wir es dann konsequent angegangen“, sagt Giese. „Aber wir haben uns auch mit dem ESV-Vorsitzenden Olaf Junges vernünftig unterhalten und die Saison ordentlich zu Ende gespielt. Dabei ist Rang drei in der Kreisliga A herausgekommen. Wir sind fair auseinandergegangen.“

In Niederstriegis werden nun zwölf Spieler vom ESV Lok Döbeln, vier Akteure des SV Medizin Hochweitzschen und je einer aus Kiebitz und Kriebstein die Mannschaft bilden. Die wird im August die Saison in der Kreisliga B angehen. Bevor es soweit war, stand die Anmeldung bei Fußballverband Muldental/Leipziger Land und beim Sächsischen Fußballverband an. 

Vorher hatten Giese und seine Mitstreiter mit dem Niederstriegiser Vereinsvorsitzenden, Jens Funke, und Udo Kaden, Chef der Freizeitfußballer, zusammen gesessen und ihre Ideen präsentiert. „Es gab ja vor einigen Jahren bereits mal Bestrebungen, so etwas zu machen. Aber die waren dann heiße Luft“, sagt Giese. Diesmal waren die Grün-Weiß-Verantwortlichen von der Idee schnell überzeugt und unterstützten die neue Abteilung nach Kräften.

„Viel Arbeit ist dann die Sponsorensuche gewesen“, sagt Giese und fügt an: „Aber wir haben großes Glück, dass uns viele unterstützen wollen. Das hatten wir gar nicht erwartet.“ Der erste sportliche Auftritt sollte in dieser Hinsicht weiteren Auftrieb geben, wobei die Mannschaft in den Pflichtspielen nicht in Niederstriegis, sondern in Roßwein spielen wird, da der Platz an der Striegis nicht die nötigen Maße besitzt. 

Bereits am Sonntag machten die Grün-Weißen erneut auf sich aufmerksam. Beim Kreispokalfinale der Frauen in Hartha unterstützten sie die Fußballerinnen des ESV Lok Döbeln. Und das in kompletter grün-weißer Vereinskleidung. „Einfach um zu zeigen, dass wir da sind“, sagt Giese. 

Und so sehen er und seine Sportfreunde den Neuanfang in Niederstriegis nicht nur als Möglichkeit, Spaß zu haben, sondern auch um etwas mit Nachhaltigkeit aufzubauen. „Das soll nicht nur eine Drei-Jahres-Aktion werden“, sagt Giese und fügt an: „Wir sind uns der Schwere der Aufgabe bewusst, aber da soll etwas entstehen. Auch im Nachwuchsbereich.“

Mehr zum Thema Döbeln