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Nicht nur zum Wohnen, sondern vor allem zum Leben

Foto: www.pixabay.com © Capri23auto

In Coswig ist eine neue Straße in einem Baugebiet mit 74 geplanten Wohneinheiten eingeweiht worden.

Geheimtipps sind selten im Dresdner Speckgürtel. Wer sich rund um die sächsische Landeshauptstadt ein Haus mit Garten wünscht, braucht entweder viel Glück – oder die richtigen Informationen. Sascha Hippe, der Geschäftsführer der Ökowert Firmengruppe, hat sie: Häuser samt Garten nahe einer S-Bahn, die in der Woche im Viertelstundentakt fährt und dennoch auf den Grundstücken nicht zu hören ist. „Insgesamt 74 Wohneinheiten sind geplant“, sagt er zum Projekt „Stadtgärten Kötitzer Straße“ und ergänzt: „Es entstehen 18 Ein- und acht Mehrfamilienhäuser in dem 2,5 Hektar großen Areal an Grenzstraße und Kötitzer Straße.“ Während die Einfamilienhäuser nach Kundenwunsch gebaut und anschließend verkauft werden, sind die 54 Wohnungen in den Mehrfamilienhäusern zum größten Teil zu mieten. „Sie bilden eine Art Rahmen um das Baugebiet, Drei- bis Vier-Raum-Wohnungen, zwischen 95 und 115 Quadratmeter groß.“ Die Mehrfamilienhäuser bekämen drei Geschosse plus ein Penthouse obenauf. „Wohnungen, in denen man leben kann – nicht nur wohnen.“

Coswiger Brache entdeckt

Von den 18 Baugrundstücken sind bereits die Hälfte mit Häusern bestückt beziehungsweise wird dort gerade gebaut. „Alles nach Kundenwunsch“, wiederholt Sascha Hippe. „Egal, ob mit Ziegeln, Kalksandstein oder Porenbeton – Hauptsache massiv.“ Auf die Frage nach irgendwelchen Vorgaben antwortet er: „Im B-Plan sind eine moderne Architektur, zwei Geschosse und Gründächer vorgesehen.“ Alles andere werde mit dem Kunden abgestimmt. „Wir haben noch einige Bauplätze zu vergeben“, sagt der Geschäftsführer und verweist auf die besondere Energieeffizienz, „Etwa 45 Prozent besser als der geforderte Standard“. Ökowert übernehme außerdem das baufinanzielle Risiko – wie überhaupt alles rund um den Bau. „Unser Unternehmen ist Erschließungsträger, Architekturbüro und Bauträger in einem.“ Und wie ist er auf das Coswiger Areal gestoßen? „Ich wohne in Coswig. Und da habe ich diese Brache entdeckt“, erzählt Sascha Hippe. „Als Bauträger sieht man seine Umgebung mit anderen Augen.“ Anderthalb Jahre habe es jedoch gedauert, bis man sich mit dem bisherigen Eigentümer über den Verkauf einigen konnte. „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Coswig war dafür jedoch sehr gut. Innerhalb eines Jahres wurde der Bebauungsplan entwickelt.“ Die Tatsache, dass in der Verkehrsplanung des Ortes bis 2022 auch ein Autobahnzubringer stehe, mache den Standort noch attraktiver, ist sich der Geschäftsführer sicher.

Ehrung für Unternehmer Johannes Slotta

Mit dem neuen Baugebiet und dessen Erschließung hat die Stadt Coswig nun auch eine neue Straße bekommen. Im Oktober wurde sie – benannt nach dem Unternehmer Johannes Slotta – eingeweiht. Der Stadtrat hatte im März dieses Jahres beschlossen, mit dem Wohngebiet eine wertvolle historische Erinnerung festzuhalten: Genau auf dem Areal der Stadtgärten hatte der Unternehmer Johannes Ernst Paul Slotta im Jahr 1904 eine Maschinenfabrik gegründet und damit auch eine Karriere vom mittellosen Ingenieur zum vermögenden Unternehmer gestartet. Weil er stets Verständnis für die Sorgen armer Menschen hatte, gründete er auch die spätere Slottastiftung, deren Erträge jedes Jahr armen kinderreichen Familien zugutekamen. Seiner Stadt Coswig stiftete er einen Trinkbrunnen. Die Maschinenfabrik wurde 1945 demontiert. Nach dem Ende des späteren Werkes Planeta IV und längerem Leerstand wurde die markante Fabrikantenvilla samt Verwaltungsgebäude 2002 abgerissen. Thessa Wolf