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Radeberg
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Nichts von der Stange

Mit 81 Kunsthandwerkern, Künstlern, Designern und Händlern gab beim Radeberger Kreativmarkt es einen neuen Teilnehmerrekord.

Von Bernd Goldammer
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Thomas Zschach kam am Sonntag mit Schmiedemessern zum Kreativmarkt nach Radeberg. Sein Unternehmen wolle alte Handwerkstechniken bewahren, sagte er.
Thomas Zschach kam am Sonntag mit Schmiedemessern zum Kreativmarkt nach Radeberg. Sein Unternehmen wolle alte Handwerkstechniken bewahren, sagte er. © Bernd Goldammer

Radeberg. Der Radeberger Kreativmarkt am Sonntag war wieder ein Besuchermagnet. Als sich gegen 10 Uhr die Tore der alten Turnhalle an der Pulsnitzer Straße öffneten, war der Andrang bereits groß. „Heute sind 81 Händler dabei“, freute sich Organisator Johannes Baumgärtel. Unter dem Motto „Do it kreativ“ ging es um das Besondere. Und: Handgemachtes erfreut sich in Radeberg besonders großer Nachfrage. In der Kreativen-Szene sind die Standplätze ebenfalls gefragt.

Der Kreativmarkt ist für Familien konzipiert. Vor fünf Jahren wurde die Veranstaltung von Johannes Baumgärtel und René Brückner ins Leben gerufen. Sie sind die „Macher“ des Marktes. Aber die Grundidee kam von Alexandra Baumgärtel. „Schon beim ersten Mal herrschte großer Andrang. Deshalb haben wir die Marktflächen später ins Freie verlegt“, erinnert sich Johannes Baumgärtel. Zu diesem Zweck wurden große Festzelte vor der Halle aufgebaut. Aber auch die reichen inzwischen nicht mehr. „Diesmal haben wir noch einen zusätzlichen Außenbereich angelegt, auf dem Kreative ihre Erzeugnisse gut präsentieren können“, erklärte der Organisator weiter.

Steigendes Interesse

Dicht umringt waren am Sonntag die vielen Stände unter anderem mit individueller Kleidung, Schmuck, Wohnaccessoires … Angeboten wurden auch Blumen aus Keramik in großartigen Designs. Radebergs Glasfee Steffi Kunath hatte ihre Schleifmaschine aufgebaut. Sie schliff Glas und ließ sich dabei gern über die Schulter schauen. Auch am Stand von Thomas Zschach war das Interesse groß. Seine Firma „Authentic Blades“ bemüht sich darum, altes Schmiedehandwerk in ursprünglicher Form wieder auf den Markt zu bringen. „Hergestellt werden die handgeschmiedeten Messer von Familien in Vietnam“, berichtet er. Bei der Auswahl der Partner achte man auf die Einhaltung angemessener Arbeits- und Lebensbedingungen. „Das Interesse an unserem Angebot steigt. Die Zahl der Abnehmer hat in Deutschland stetig zugenommen“, sagte Thomas Zschach.

Lohnender Sonntagsausflug

Das Spektrum der Angebote, aber auch der verarbeiteten Materialien war groß: Textil, Holz, Keramik, Papier, Metall oder Glas waren zu finden. Der Trend, Altes nicht wegzuwerfen, sondern zu recyceln und damit Neues zu schaffen,. war an zahlreichen Ständen zu beobachten. Auch die Angebote von Baby- und Kindersachen waren bei den Besuchern begehrt. Und beim Schmuck ist der Andrang groß wie immer. „Hier werde ich immer wieder aufs Neue überrascht“, sagte Edelgard Kiefer aus Dresden. Sie ist schon zum zweiten Mal zum Kreativmarkt nach Radeberg gekommen. Und wieder hat sich der Sonntagsausflug nach Radeberg gelohnt, wie an den prall gefüllten Beuteln vieler Besucher zu sehen war. Sie habe sich für die Seifenkreationen interessiert und auch bei den Floristen eingekauft, sagte Edelgart Ludwig. Auch von den Lampen in vielfältigen Formen, Knöpfen und Nähzubehör zeigte sich die Dresdnerin begeistert. Sie näht selbst. „Das ist heute ja wieder stark in Mode gekommen“, berichtet Frau Ludwig. Und von dieser Leidenschaft haben auch ihre Enkel ihr Gutes.

Apropos Kinder. Die Familienfreundlichkeit der Veranstaltung zeigte sich am Sonntag auch an den vielen Angeboten, wo Kinder selbst aktiv werden konnten. Als der Kreativmarkt nach 18 Uhr seine Pforten schloss, konnten sich die Veranstalter über 1 600 Besucher freuen.