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Nico, gib Vollgas im olympischen Eiskanal!

Der Oberbärenburger Bobpilot Walther hat eine beeindruckende Karriere hingelegt. Jetzt steht er bei den Olympischen Winterspielen vor seinem Höhepunkt. Seine Fans trauen ihm alles zu.

© Robert Michael

Von Mandy Schaks

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Oberbärenburg. Wenn der Jargon auf einen zutrifft, dann auf ihn: Nico Walther ist eine coole Socke. Wer bei seinen Starts genau hinschaut, wird es auch sehen. Der Bobpilot packt seinen Dienstwagen selbst bei tiefsten Minusgraden nur mit bloßen Händen an. Aber nicht nur, weil er eigentlich immer ohne Handschuhe fährt, ist das ein Wahnsinnstyp. Er ist einfach locker drauf, sagen die, die ihn kennen, und haut auch mal ein Ding raus, dass seinen Fans der Atem stockt. In dem Sinne hat Nico Walther in dieser Saison eigentlich schon alles durch, sodass nun nichts mehr kommen dürfte. Zweimal wurde er disqualifiziert, mal war das Hinterteil des Bobs um Millimeter zu schmal, mal das Gerät zu leicht. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang raste er im Zweierbob im Sturzflug auf Goldkurs, um dann am Ende Vierter zu werden. Jetzt ist Nico Walther endlich mal dran!, hoffen seine Fans und drücken die Daumen. „Vollgas am Wochenende“, geben sie via Facebook dem Bobteam Walther mit auf den Weg. Zumal der große Schlitten in seinen Händen besonders gut läuft und er auf Schlagdistanz zu seinem Vereinskollegen Francesco Friedrich ist. Volker Hegewald, Leiter vom Gymnasium Dippoldiswalde/Altenberg, ist Fan von beiden und wagt einen Tipp: „Ich bin diesmal zuversichtlich, dass Nico Walther mit seinem Team Olympiasieger wird und Francesco ganz knapp hinter ihm Silber gewinnt.“

Die Gesichter des Nico Walther

Viererbob-Rennen: Sa./So., je 1.30/2.40 Uhr; Public Viewing, Pirna, An der Elbe 11, Einlass 24.2. ab 22 Uhr