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Sport

Niederländer sprintet zum Erfolg

Dylan Groenewegen entscheidet die 7. Etappe der 106. Tour de France für sich und lässt auch einen Deutschen jubeln.

Siegender Holländer: Dylan Groenewegen gewinnt am Freitag den Sprint am Ufer der Saone. © dpa/Christophe Ena

Chalon-sur-Saone. Nach seinem imposanten Sprint reckte Dylan Groenewegen die Siegerfaust jubelnd in die Höhe. Dann bedankte er sich nach einer Millimeterentscheidung auch bei seinem deutschen Mannschaftsgefährten Tony Martin.

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Am Ufer der Saone rang der Niederländer in einem Fotofinish hauchdünn den Australier Caleb Ewan nieder und bescherte der Jumbo-Visma-Mannschaft bereits den dritten Etappenerfolg bei der 106. Tour de France.

Hinter Groenewegen und Ewan kam der Slowake Peter Sagan vom deutschen Bora-hansgrohe-Rennstall auf Rang drei. Der deutsche Routinier Andre Greipel war auf dem längsten Teilstück dieser Frankreich-Rundfahrt chancenlos und sah als Zwölfter wieder nur die Hinterräder der Rivalen.

"Es ist immer knapp zwischen Caleb und mir. Dieses Mal hat es gereicht", sagte der 26-jährige Groenewegen. "In Brüssel bin ich am Samstag ganz schön hart gestürzt, aber jetzt bin ich einfach nur dankbar. Das Team hat unglaublich für mich gearbeitet."

Er zeigte sich nach 230 Kilometern in Chalon-sur-Saone von seiner besten Seite. Von den Folgen seines Hochgeschwindigkeits-Sturzes zum Start in Belgiens Hauptstadt war nichts mehr zu spüren. Auf der 1,6 Kilometer langen Zielgeraden hatte er Geduld, das richtige Timing und die Explosivität, um zu seinem insgesamt vierten Tagessieg bei der großen Schleife zu rasen.

Die Anfahrt zum erwarteten Sprint verlief ohne Zwischenfälle, und auch Martin trug mit seiner Tempoarbeit dazu bei, dass Groenewegen in die beste Ausgangslage eskortiert wurde.

Ein Schreckmoment: Zwei Radprofis überschlagen sich

Nach einer zähen Bummelfahrt kam erst bei den Positionskämpfen Spannung auf. Nach dem Auftakttriumph des Niederländers Mike Teunissen und dem Erfolg im Mannschaftszeitfahren mit der Lausitzer Lokomotive Martin brach bei Jumbo-Visma erneut großer Jubel auf. "Ich freue mich sehr für Dylan. Sein Sturz war sehr unglücklich. Jetzt hat er es aber geschafft", sagte Teunissen.

Nachdem sich früh die Franzosen Stephane Rossetto und Yoann Offredo aus dem Feld gelöst hatten, entwickelte sich die bisher langweiligste Etappe dieser Tour de France. An der Spitze des Pelotons gab wieder einmal Martin stundenlang den Takt vor und hielt die Ausreißer an der langen Leine. Schreckmomente erlebten der US-Amerikaner Tejay van Garderen und der Ire Nicholas Roche, die in der frühen Rennphase stürzten und sichtlich angeschlagen waren.

Die Klassementfahrer um den britischen Titelverteidiger Geraint Thomas und die deutsche Hoffnung Emanuel Buchmann aus Ravensburg wurden nicht gefordert und schonten die Energiereserven nach den Strapazen bei der spektakulären Bergankunft an der Planche des Belles Filles. "Es ist wichtig, immer gut zu regenerieren und Kraft zu sparen", sagte Buchmann mit Blick auf die nächsten Tage.

Am Samstag wird es sicherlich aufregender. Vor den Radprofis liegt ein kerniges Teilstück auf dem Weg ins Zentralmassiv. Auf der 200 Kilometer langen 8. Etappe gibt es sieben Bergwertungen, fünf der zweiten und zwei der dritten Kategorie. Es ist ein Terrain, das den Aspiranten auf Gelb höchste Konzentration und Wachsamkeit abverlangt. Ein Fahrer wie Maximilian Schachmann könnte zu den Ausreißern gehören, die um den Tagessieg kämpfen. (sid)