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Niederlage im Dresdner Poller-Streit

Eine Familie verklagte die Stadt, weil sie mit dem Auto nicht mehr an die Tür fahren kann. 

Eberhard Böckelamm vor dem Sperrpfosten am Karl-Schmidt-Weg © Nora Domschke

Die Anwohner haben verloren. Das Verwaltungsgericht hat es abgelehnt, ihnen eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen.

Familie Böckelamm hatte die Stadt verklagt. Im September 2014 wurde er aufgestellt - seitdem ärgert sich Eberhard Böckelamm über den rot-gestreiften Metallpfosten auf dem Karl-Schmidt-Weg. Denn dieser macht es dem Senior unmöglich, mit seinem Volvo bis vor die Gartentür seines Hauses am Loschwitzer Elbhang zu fahren. Nicht, um Einkäufe einzuladen oder um die 50 Meter Fußweg vom Parkplatz zu sparen. Er will seine Ehefrau dort abholen, denn sie kann nicht mehr laufen und ist auf den Rollstuhl angewiesen.

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Hier findet jede Familie einen Platz 

Essen, kochen, zusammen sein – die Küche ist das Herzstück des Hauses.  

Was ihn besonders ärgert: 34 Jahre lang war es kein Problem, dass er die wenigen Meter vom Parkplatz bis vor das Haus fährt. Bis die Stadt vor vier Jahren den Pfosten aufstellen ließ. Der schmale Weg ist ausschließlich für Fußgänger gedacht, worauf das blau-weiße Schild auf beiden Seiten des Karl-Schmidt-Weges hinweist. (SZ/noa, jv)