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Niemandsland am Wurbisberg?

Die Begrüßungsschilder der Kreise Bautzen und Görlitz an der B 96 stehen an unterschiedlichen Stellen. Dazwischen ist trotzdem kein rechtsfreier Raum.

Autofahrern, die zwischen den Landkreisen Görlitz und Bautzen öfter über die B 96 pendeln, ist es vielleicht schon aufgefallen: Während das Bautzener Schild am Wurbisberg an der Rechtskurve steht, heißt der Kreis Görlitz seine Gäste in Richtung Oppach kurz vor der Erntekranzbaude willkommen. Die Schilder stehen also etwa 300 Meter weit auseinander.

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Nur ein Gruß

Der Pressesprecher des Landkreises Bautzen, Gernot Schweitzer, erklärt, dass das Bautzener Willkommens-Schild genau an der Landkreisgrenze stehe. Die verläuft auf der B 96 direkt am Wurbisberg. „Diese Gemarkungsgrenze war auch schon bei der sächsischen Landesaufnahme 1835 bis 1841 an der selben Stelle“, so Schweitzer. Doch der Abschnitt zwischen den beiden Schildern ist dadurch keineswegs ein rechtsfreier Raum, wie mancher jetzt vermuten mag. Es gelte natürlich die offizielle Grenze als Wechsel der Landkreise. „Die Begrüßungsschilder sind keine amtlichen Verkehrszeichen, die in jedem Fall den exakten Verlauf der Gemarkungsgrenze wiedergeben müssen. Die Schilder dienen hauptsächlich touristischen Zwecken“, so Schweitzer.

Das bestätigt der Bauamtsleiter des Landkreises Görlitz, Dieter Peschel. „Diese Willkommen sind nur ein freundlicher Gruß und keine Grenzmarkierung. Dem Fahrzeuginsassen soll gefahrlos mitgeteilt werden, dass er sich nun im schönen Landkreis Görlitz befindet“, sagt er. Daher habe man den gut sichtbaren Bereich am Straßenrand dem exakten Grenzpunkt vorgezogen, so Peschel. Es sei auch nicht beabsichtigt, die Schilder umzusetzen. Denn auf Arbeits- oder Zuständigkeitsbereiche hätten sie keine Auswirkungen.

Teamarbeit im Winter

An der Kreisgrenze wechselt auch die Zuständigkeit der Straßenmeistereien. Doch negative Auswirkungen auf den Winterdienst hat das nicht. „Die Straßenmeistereien Bautzen und Lawalde haben eine Vereinbarung, nach der wir die B 96 weiter bis zum nächsten Knotenpunkt betreuen“, erklärt Schweitzer. Das betrifft den Abschnitt bis zum Abzweig nach Wassergrund und Taubenheim. Zudem sei die Straßenmeisterei Bautzen für den Landkreis Görlitz auch auf der Verbindung zur B 98 im Einsatz. „Dies ist wichtig für einen reibungslosen Winterdienst“, so der Bautzener Pressesprecher. (szo)

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