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Niesky schafft einen Platz für Volksfeste

Statt Brachfläche ein Platz für Veranstaltungen. Der soll auf dem Areal der ehemaligen Kaufhalle Lehrergasse entstehen.

Von Steffen Gerhardt

Niesky. An Plätzen zum Feiern mangelt es der Stadt Niesky eigentlich nicht. Beginnend am Parkplatz Friesenweg über den Platz der Jugend bis hin zum Zinzendorfplatz gibt es genügend Fläche. Nun soll eine weitere dazukommen. Dort, wo einst die Kaufhalle an der Lehrergasse stand. Genutzt wird der Platz bereits, zuletzt vor knapp zwei Wochen zum Nieskyer Herbstfest.

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Nun möchte die Stadt den Platz ausbauen, um ihn ständig als Veranstaltungsort vorhalten zu können. Aber nicht nur das. Wie Sachgebietsleiter Enrico Bachmann im Stadtrat sagte, soll der Platz Bestandteil des gesamten Ensembles von Gymnasium und Jahnhalle werden und als Verbindung zur Lehrergasse diesen Bereich aufwerten.

Dafür nimmt die Stadt rund 180000 Euro in die Hand für die Umgestaltung. Geld, das sie aus den Einnahmen aus den Beiträgen für die Stadtsanierung von den Haus- und Grundstückseigentümern erhalten hat. Das sind unterm Strich 107650 Euro, die jetzt für den Platz an der Lehrergasse ausgegeben werden. Rund 75000 Euro gibt die Stadt aus dem Haushalt dazu.

Vorgesehen ist, den Platz mit Schotterrasen (in der Grafik die gelbe Fläche) herzurichten. Dieser wird von drei Wegen (in der Grafik rot), ausgeführt in Betonpflaster, durchschnitten. Ein achteinhalb Meter großer Kreis bietet Platz für drei Bänke. Die Außenkanten werden nach drei Seiten hin begrünt. Erhalten bleiben soll, so Enrico Bachmann, die Betonfläche, die früher der Parkplatz an der Kaufhalle war (weiße Fläche). Sie soll als Aufstellfläche für Schausteller und ihre Fahrgeschäfte dienen.

Zurückgebaut wird der Platz in Richtung Ödernitzer Straße um rund vier Meter (grauen Fläche). Damit will die Stadt erreichen, dass die Zufahrt sowohl an die Rückseite des Wohnblocks Ödernitzer Straße als auch in die Lehrergasse verbreitert wird. Es wird aber keine öffentliche Zufahrt, sondern nur für Rettungsfahrzeuge freigegeben werden.

Der Bauauftrag wurde bereits an das Unternehmen STB See vergeben. Für rund 158000 Euro werden die Seer die Tiefbauarbeiten ausführen. Laut Stadt soll es damit Anfang Oktober losgehen. Insgesamt wird von einer Bauzeit von fünf bis sechs Wochen ausgegangen, soweit das Wetter mitspielt. Denn neben dem Tiefbau soll der Platz auch eine Straßenbeleuchtung erhalten. Für die Schausteller ist vorgesehen, Elektroanschlüsse für ihre Fahrgeschäfte zu schaffen.

Wichtig ist der Stadt, dieses Bauvorhaben dieses Jahr noch abzuschließen und damit die Sanierungsbeiträge in eine städtische Investition fließen zu lassen. Ansonsten würde sie der Freistaat kassieren. Grundlage für die Neugestaltung ist ein Ideenwettbewerb, der vor zwei Jahren stattfand und nun die Vorlage gibt.