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Niesky zeigt Ausstellung zur Reformation in Osteuropa

Auf zehn bebilderten Bannern thematisiert eine Schau unter anderem den Einfluss des tschechischen Predigers Jan Hus.

© obs

Niesky. Eine Wanderausstellung in Niesky geht seit Montag der Reformation in Osteuropa auf den Grund. Auf zehn bebilderten Bannern thematisiert sie nach Angaben des Deutschen Kulturforums östliches Europa in Potsdam unter anderem den Einfluss des tschechischen Predigers Jan Hus (1370 bis 1415).

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Weitere Themen sind demnach die sogenannten Böhmischen Brüder, die in Hus‘ Nachfolge standen, sowie die Gegenreformation im 17. Jahrhundert in Böhmen und Mähren. Die deutsch-tschechische Ausstellung ist bis 13. August in der Brüdergemeine Niesky zu sehen.

Hus wandte sich den Angaben nach schon um 1400 gegen die damaligen kirchlichen Missstände und prangerte den Ablasshandel an. Damit habe er bereits vieles vorweggenommen, was später auch der Wittenberger Mönch Martin Luther (1483-1546) kritisieren sollte. Hus wurde 1415 als Ketzer auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Konzipiert hat die Ausstellung „Reformation im östlichen Europa – Die böhmischen Länder“ das Potsdamer Kulturforum als Teil eines Zyklus zum 500. Reformationsjubiläum in diesem Jahr. Die evangelische Kirche feiert das Jubiläum noch bis Oktober mit Blick auf Luthers Thesenanschlag am 31.10.1517, der die weltweite Reformation auslöste und zur Spaltung in evangelische und katholische Kirche führte. (szo/epd)

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