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Görlitz

Schwarzarbeit: 34.000 Euro einkassiert

Die Bundespolizei hat an der A4 bei Kodersdorf zwei Kleinbusse mit Ukrainern kontrolliert. Die einen kamen von der Arbeit, die anderen wollten zur Arbeit.

Symbolbild
Symbolbild © Friso Gentsch/dpa

Wegen Schwarzarbeit sind fünf Ukrainer ihren Arbeitslohn von insgesamt 34.000 Euro los, den die Bundespolizei bei der Kontrolle am Sonntagvormittag an der A4 bei Kodersdorf beschlagnahmte. Betroffen sind eine 24-jährige Frau und vier Männer im Alter von 25, 25, 33 und 35 Jahren.

Sie saßen in einem Kleinbus, der den Angaben der Fahrerin und ihres Bruders zufolge in Aachen startete und nun in Richtung Heimat unterwegs war. Vor Ort stellten die Fahnder fest, dass sowohl die 24-Jährige als auch deren Begleiter auffällig viel Bargeld mitführten, wie die Bundespolizei berichtet. Der Grund: Schwarzarbeit. Zudem hatten alle den jeweils zulässigen Aufenthaltszeitraum im Schengen-Raum um bis zu 194 Tage überzogen. Nach Einleitung aufenthaltsrechtlicher Ermittlungen erhielten die Aufgegriffenen eine entsprechende Ausreisefrist.

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In Widersprüche verstrickt

Wegen des Verdachts des Einschleusens hingegen laufen nun Ermittlungen gegen einen Mann aus Moldau, den die Bundespolizei bereits am Sonnabendmorgen mit einem polnischen Kleintransporter bei Kodersdorf stoppte. Mit dem wollte der 23-Jährige nach ihrer Aussage offensichtlich drei Ukrainerinnenim Alter von 17, 47 und 49 sowie einen 45-jähirgen Ukraine zur Schwarzarbeit nach Deutschland bringen.

"Während der Kontrolle verstrickten sich sowohl er als auch seine Passagiere zunächst in Widersprüche hinsichtlich ihrer Reisegründe", so die Bundespolizei. Außerdem waren die Reisenden nahezu ohne Geld unterwegs.

Später stellte sich heraus, dass der Transporter-Fahrer schon mehrfach ähnliche "Dienstleistungen" gegenüber Drittstaatsangehörigen erbrachte und deshalb aktenkundig war - nun auch wegen des Verdachts der Urkundenfälschung und des Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Der Grund: Er legte einen gefälschten moldauischen Führerschein vor. Nach Zahlung einer angeordneten Sicherheitsleistung von 350 Euro ging's für den Schleuser zurück nach Polen, genauso wie für die Ukrainer.

Und am Samstagabend nahm die Bundespolizei in der Nähe der Anschlussstelle Görlitz eine 46-Jährige aus Polen fest und nahm sie mit zur Dienststelle, weil noch eine Geldstrafe von 670 Euro offen war. Das Amtsgericht Görlitz hatte die Frau vor über drei Jahren wegen Urkundenfälschung verurteilt, später schrieb sie die Staatsanwaltschaft Görlitz per Haftbefehl zur Fahndung aus. Sie zahlte die Strafe und durfte gehen. (SZ)

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