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Görlitz

4.100 Euro Arbeitslohn sind weg

Die Bundespolizei hat Ukrainer an der A4 bei Kodersdorf gestoppt, die von der Schwarzarbeit kamen. Ungereimtheiten gab's auch bei einem Polen.

Symbolbild
Symbolbild © Uwe Soeder (Archiv)

Ein Fall für die Ausländerbehörde werden sieben Ukrainer, welche die Bundespolizei am Montag auf dem Autobahnrastplatz Wiesaer Forst bei Kodersdorf kontrollierte. In dem Kleintransporter saßen drei Frauen im Alter von 19, 22 und 24 Jahren und vier Männer im Alter von zweimal 26, 33 und 39 Jahren, die sich mit ihren gültigen Reisepässen auswiesen.

"Sie gaben an, bei Bekannten in Deutschland und Frankreich zu Besuch gewesen zu sein", so die Bundespolizei. Allerdings fanden die Beamten im Gepäck Belege dafür, dass die Männer und Frauen in Bayern schwarz gearbeitet haben. 

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Bei einem 26-Jährige tauchten zusätzlich zwei falsche litauische ID-Karten auf. Eine war auf ihn, die zweite auf seine 24-jährige Ehefrau ausgestellt. "Das Paar hatte sich bereits unter der falschen Identität in Deutschland angemeldet", berichtet die Bundespolizei. Eine zerbrochene rumänische ID-Karte unter dem Fahrzeug konnte einem 39-jährigen Mitfahrer zugeordnet werden. "Auch bei diesem Ausweis handelt es sich um eine Fälschung", teilt die Bundespolizei mit.

Nun laufen Strafverfahren wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise/Aufenthalt und der unerlaubten Arbeitsaufnahme eingeleitet. Zusätzlich wird gegen das Ehepaar und den 39-Jährigen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie des Verschaffens von falschen amtlichen Ausweisen ermittelt. Die Bundespolizei stellte die Dokumente sicher und beschlagnahmte 4.100 Euro an Arbeitslohn. Die zuständige Ausländerbehörde wird sich nun mit den Ukrainern befassen und eine Ausweisung prüfen.

Zwei offene Haftbefehle

Am Dienstag dann kontrollierte die Bundespolizei in Kodersdorf einen Audi mit schwedischer Zulassung. Besetzt war das Fahrzeug mit drei Männern.

Alle drei wiesen sich mit polnischen Ausweisen aus. Bei dem Mann auf dem Rücksitz stellten die Beamten jedoch Ungereimtheiten fest. "Ein Abgleich des Passbildes im Ausweis mit der vor Ort befindlichen Person war nicht identisch", erklärt die Bundespolizei. Der 25-Jährige musste mit zur Dienststelle. Dort gab der Mann an, sich mit dem Ausweis seines Freundes ausgewiesen zu haben. Der Grund: Zwei offene Vollstreckungshaftbefehle. So hat ihn das Amtsgericht Hof zu 390 Euro wegen Diebstahl und das Amtsgericht Schwetzingen zu 4.980 Euro wegen des besonders schweren Diebstahls verurteilt. 

Da ihm die nötigen Barmittel zur Begleichung der Strafen fehlte, kam er in die Justizvollzugsanstalt. Zusätzlich erwartet den Polen nun auch ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Ausweismissbrauchs. (SZ)

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