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Niesky plant ein neues Areal für Eigenheime

Der Bedarf an Eigenheim-Bauplätzen in Niesky ist hoch. Deshalb wird jetzt an der Unmackstraße geplant. Auch wenn noch nicht alle Details feststehen.

Weil in Niesky die Nachfrage nach Baugrundstücken hoch ist, wird an der Unmackstraße ein neues Wohngebiet ausgewiesen. Statt der Wiese soll es hier bis zu zwölf Parzellen für Einfamilienhäuser geben.
Weil in Niesky die Nachfrage nach Baugrundstücken hoch ist, wird an der Unmackstraße ein neues Wohngebiet ausgewiesen. Statt der Wiese soll es hier bis zu zwölf Parzellen für Einfamilienhäuser geben. © André Schulze

Gerade erst hat die Stadt Niesky die Voraussetzungen für den Bau von fünf Eigenheimen am Sachsenweg geschaffen, da wird schon das nächste Wohngebiet in Angriff genommen. Hinter der Unmackstraße soll der Standort entstehen. Wie groß er wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Zuletzt gingen immer wieder im Nieskyer Rathaus Anfragen nach Bauplätzen für Einfamilienhäuser ein. Eine neue Entwicklung. Denn: "Zwischen 2005 und 2015 ist in dieser Richtung überhaupt nichts passiert", erinnert sich Barbara Giesel. Als Gründe führt die Sachgebietsleiterin Technische Dienste vor allem zwei Punkte an. "Zum einen war die Eigenheimprämie damals ausgelaufen, zum anderen mussten Bauherren für ihre Kredite hohe Zinsen zahlen. Das verhagelte manchem doch die Lust am Wohneigentum." Erst Ende 2015 und dann 2016 habe die Stadt wieder Grundstücke am Wiesenweg verkauft.

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Inzwischen hat der Bauboom stetig zugenommen und die Kommune sucht nach geeigneten Standorten. Für die fünf am Sachsenweg ausgewiesenen Grundstücke von 900 bis 1.000 Quadratmeter Größe läuft bis 30. Juli die Bewerbungsfrist. Erste Interessenten haben sich bereits gemeldet. Ob alle berücksichtigt werden können, ist momentan nicht abzusehen.

Doch wer leer ausgehen und sich nicht direkt in das Areal dort verliebt haben sollte, der könnte nur ein paar hundert Meter weiter Glück haben. An der Unmackstraße wird das nächste, sogar noch um einiges größere Wohngebiet geplant. Die Stadträte haben in ihrer jüngsten Sitzung den Aufstellungsbeschluss dazu gefasst.

13.900 Quadratmeter große Fläche wird beplant

Momentan befindet sich dort eine Wiese, begrenzt an einer Seite durch ein Stück Aufforstungsfläche. Ohne den noch im Baby-Stadium befindlichen Mischwald ist der Standort 13.900 Quadratmeter groß. Um zu den einzelnen Parzellen zu gelangen, wird eine Straße mitten durch das Wohngebiet gelegt. Auch wenn es bis zur Umsetzung des Projektes noch ein weiter Weg ist - der Name dafür steht schon fest: Albin-Müller-Weg. Müller war neben Konrad Wachsmann einer der großen Architekten in der Blütezeit des Nieskyer Holzhausbaus. Mehrere Straßen in diesem Viertel wurden bereits nach Persönlichkeiten aus der Christoph- und Unmack-Zeit benannt.

Wie viele Grundstücke es hier geben wird und wie groß diese sein werden, steht aktuell noch nicht fest. Das hängt in erster Linie vom Umgang mit dem Waldstück ab. Einige Stadträte sprachen sich dafür aus, das Areal mit einzubeziehen und dafür Bäume an anderer Stelle zu setzen. Damit könnten statt der angedachten 8 bis 10 dann 10 bis 12 Grundstücke entstehen. Außerdem hätte sich damit ein Problem von selbst erledigt, das noch beim Sachsenweg beachtet werden musste: das Waldgesetz. Es sieht vor, dass ein Mindestabstand von 30 Metern zur nächstgelegenen Bebauung gehalten werden muss.

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