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Modernes Abwassernetz für Quitzdorf-Bungalows

50 Jahre hielt das Netz im Erholungsgebiet "Säuberg". Jetzt ist die Sanierung dringend nötig.

Polier Torsten Leliso und Lutz Gotzmann von der Firma Nadebor erneuern den Schmutzwasserkanal und das Pumpwerk im Erholungsgebiet "Am Säuberg".
Polier Torsten Leliso und Lutz Gotzmann von der Firma Nadebor erneuern den Schmutzwasserkanal und das Pumpwerk im Erholungsgebiet "Am Säuberg". © André Schulze

Das Erholungsgebiet "Am Säuberg" wird zentral mit Abwasser erschlossen. Über das Vorhaben spricht SZ mit Geschäftsführerin Petra Brünner vom Abwasserzweckverband "Schwarzer Schöps". Der Verband ist der Bauherr dieser Investition an der Talsperre Quitzdorf.   

Eine zentrale Entsorgung von Abwasser ist seit Jahren am Säuberg vorgesehen. Warum erfolgt der Kanalbau erst jetzt vom Abwasserzweckverband?

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Diese Baumaßnahme ist kein Neubau, sondern eine Ersatzinvestition für die vorhandenen Anlagen aus den 1970er-Jahren. Das heißt, Pumpwerk und Kanalnetz waren vorhanden, sie werden nur erneuert. Grund hierfür ist der schlechte Zustand des Netzes im Zuständigkeitsbereich des AZV als auch des Vereinsverbandes „Erholungsgebiet Säuberg“. Für eine reibungslose Bauausführung wurden die Aktivitäten der Sanierung beziehungsweise des Neubaus koordiniert vorbereitet, was natürlich etwas Zeit in Anspruch genommen hat.

Wie lange wird gebaut und welchen Umfang hat das Kanalnetz?

Das Vorhaben wird seit Anfang August und bis Mitte 2022 durch den AZV in drei Bauabschnitten verwirklicht. Hierbei werden rund 850 Meter Kanalnetz sowie das Pumpwerk erneuert. Im Anschluss wird der Vereinsverband die in seinem Bereich liegenden Schmutzwasserkanäle einschließlich Hausanschlüsse erneuern. Von uns werden keine Neuanschlüsse gebaut. Diese befinden sich im Eigentum und Verantwortung des Vereinsverbandes.

Was kostet die zentrale Erschließung und wird sie gefördert?

Die Baukosten belaufen sich für alle drei Bauabschnitte auf rund 560.000 Euro. Sie werden nach der Förderrichtlinie Siedlungswasserwirtschaft 2016 anteilig gefördert.

Wie ist die Resonanz der Anlieger auf das Bauvorhaben?

Nach unserer Erfahrung sehr gut. Es gibt keine Beschwerden unter den betroffenen Anwohnern. Wir arbeiten eng mit dem Vereinsverband zusammen. Der Vorsitzende nimmt an den wöchentlichen Bauberatungen teil.

Da es sich um einen Bungalowstandort handelt, der nicht durchgängig übers Jahr bewohnt ist, fallen unterschiedliche Abwassermengen an. Wie geht der AZV damit um und wie wird eine Auslastung des Kanalnetzes gewährleistet?

Da sich an der Abwasserentsorgung nichts ändert, ist auch nicht mit Problemen zu rechnen. Im Winterhalbjahr sinkt natürlich der Abwasseranfall, aber darauf ist das Entwässerungssystem ausgelegt.

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