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Ärzte aus Honduras bleiben im Kreis Görlitz

Nach der Besichtigungstour absolvieren vier junge Mediziner ihre Facharztausbildung hier. Für einen hat sie bereits begonnen - in Zittau.

Fünf junge Mediziner aus Honduras besuchten Mitte September medizinische Einrichtungen im Landkreis. Vier von ihnen kommen zur ihrer Facharztausbildung zurück in den Landkreis. Für Leonardo Zelaya (links) hat sie am Krankenhaus Zittau schon begonnen.
Fünf junge Mediziner aus Honduras besuchten Mitte September medizinische Einrichtungen im Landkreis. Vier von ihnen kommen zur ihrer Facharztausbildung zurück in den Landkreis. Für Leonardo Zelaya (links) hat sie am Krankenhaus Zittau schon begonnen. © SZ/Steffen Gerhardt

Die Besichtigungstour durch medizinische Einrichtungen im Landkreis ist ein voller Erfolg geworden. Fünf Mediziner aus Honduras schauten sich Mitte September auf Einladung des Ärzte-Netzes Ostsachsen und dem Gesundheitsamt des Landkreises zwischen Weißwasser und Zittau um. Alle fanden Gefallen an der Gegend und ihrem Potenzial für junge Ärzte. Vier von ihnen wollen nun ihre zweijährige Facharztweiterbildung in den Krankenhäusern im Landkreis absolvieren. Das berichtet Joachim Tauch vom Ärzte-Netz Ostsachsen.

Für Leonardo Zelaya hat die Weiterbildung am Krankenhaus in Zittau bereits in der vergangenen Woche begonnen. Der 31-Jährige war in seinem Heimatland als Betriebsarzt tätig und will sich in Zittau zum Facharzt für Innere Medizin qualifizieren. Seine drei weiteren Landsleute wollen Chirurg, Kinderärztin und Orthopäde werden. Das Bestreben des Ärzte-Netzes ist, dass diese jungen Menschen auch nach ihrer Facharztweiterbildung im Landkreis tätig werden. Sei es an medizinischen Einrichtungen oder mit eigener Praxis. Darüber hinaus interessieren sich sechs weitere Ärzte für die Weiterbildung im Landkreis Görlitz, ergänzt Tauch. Zudem ist für das Frühjahr eine weitere Besichtigungstour mit jungen Medizinern im Landkreis geplant. 

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Ärzte-Netz ist jetzt zertifiziert

Diesem Erfolg schließt sich noch ein zweiter an, berichtet Joachim Tauch. Das Ärzte-Netz Ostsachsen hat seine Zertifizierung von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) bekommen.  Als zweites Praxisnetz im Freistaat Sachsen erfüllt das Ärzte-Netz Ostsachsen als eingetragene Genossenschaft die qualitativen und strukturellen Rahmenvorgaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, berichtet die KVS. Damit hat das Ärzte-Netz eine Rechtsform erhalten und kann als Vertragspartner in der Öffentlichkeit auftreten. Zudem erlaubt die Zertifizierung, Fördermittel in Anspruch zu nehmen.

Für die Vorstände Volker Höynck und Dr. Carsten Pfeifer ist das eine Würdigung der bisherigen Netzarbeit und gleichzeitig Motivation für künftige Entwicklungen. Neben dem Einsatz der Netzärzte für eine verbesserte Patientenversorgung wird in der weiteren Arbeit ein Schwerpunkt der Ausbau der begonnenen kooperativen Berufsausübung sein. Das Ärzte-Netz Ostsachsen besteht als Verbund von Haus- und Fachärzten bereits seit 2014 in der Region Görlitz und Bautzen mit aktuell 28 Mitgliedspraxen und zwei Medizinischen Versorgungszentren.  

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