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Blaualgen in der Talsperre werden nicht mehr bekämpft

Auch in diesem Jahr kann sich im Stausee Quitzdorf wieder eine Plage entwickeln. Besserung tritt jedoch erst mit der Sanierung des Gewässers ein.

Von Frank-Uwe Michel
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Im November 2012 wurden die Blaualgen im Stausee Quitzdorf mit Aluminiumsulfat bekämpft. Das wird es auch bei massenhafter Vermehrung so nicht mehr geben.
Im November 2012 wurden die Blaualgen im Stausee Quitzdorf mit Aluminiumsulfat bekämpft. Das wird es auch bei massenhafter Vermehrung so nicht mehr geben. © Archiv/André Schulze

Noch ist nicht abzusehen, ob es in diesem Jahr eine massenhafte Vermehrung der Blaualgen im Stausee Quitzdorf geben wird. Eine verlässliche Prognose sei nicht möglich, so Janine Bortenreuter von der Landestalsperrenverwaltung (LTV) Sachsen. Denn wie sich die Bedingungen in dem Gewässer im Laufe des Jahres entwickeln werden, sei momentan völlig offen. Blaualgen entwickeln sich umso besser, je wärmer und nährstoffreicher das Wasser ist. Gibt es wenig Niederschlag, nimmt die Fließgeschwindigkeit innerhalb des Stausees ab - ein Faktor, der den Blaualgen gefällt.

Eine Bekämpfung wie vor einigen Jahren mit Aluminiumsulfat wird es in diesem Jahr trotzdem nicht geben. "Dieses Pilotprojekt lief von Herbst 2012 bis August 2013", erklärt die LTV-Sprecherin. "Nach Auswertung der Ergebnisse wurde festgelegt, das Projekt nicht weiterzuführen." Kurzfristig habe es zwar gute Erfolge gegeben. Der nachhaltige Erfolg nach Hochwasser und Starkniederschlägen sei jedoch ausgeblieben.

Die Vermehrung von Blaualgen lässt sich in der Talsperre Quitzdorf nach Informationen von Janine Bortenreuter wirksam nur mit einer einzigen Maßnahme bekämpfen: mit der Verbesserung der Wasserqualität. Und die sei nur mit der Beräumung der Sedimentschicht am Boden des Gewässers zu erreichen. "Im Rahmen der Sanierung der Talsperre ist das geplant." Allerdings wird dies noch einige Zeit dauern. Die LTV meldet das Projekt nach dem Einwandsverzicht des Bundes gerade für die Strukturförderung im Rahmen des Kohleausstiegs an.