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Kreis ringt noch um Abfuhr fürs Atom-Endlager

Atommüll soll nicht in die Oberlausitz gekarrt werden, das ist klar. Aber noch suchen Görlitz und Bautzen dafür die passenden Argumente.

Der Landkreis Görlitz wird seine ablehnende Position zu einem Atommüllendlager im Kreisgebiet vorerst nicht öffentlich kommunizieren.
Der Landkreis Görlitz wird seine ablehnende Position zu einem Atommüllendlager im Kreisgebiet vorerst nicht öffentlich kommunizieren. © SZ/Archiv

Wenn im Rahmen der Standortsuche für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle die nächste digitale Fachkonferenz in dieser Woche über die Bühne geht, dann ohne eine Stellungnahme aus der Oberlausitz. Dass man das Endlager trotz teilweise geeigneter Gesteinsformationen rund um Löbau und in Teilen des Landkreises Bautzen nicht hier haben möchte, ist längst klar. Doch nach Aussagen von Wolfgang Zettwitz, dem Leiter des Regionalen Planungsverbandes, wollte man sich Ende Mai zu einer gemeinsamen Vorgehensweise verständigen.

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Das ist inzwischen geschehen. Am 26. Mai tagte die Regionale Planungsgruppe mit Vertretern beider Oberlausitzer Landkreise und des Planungsverbandes. Dabei einigte man sich offenbar darauf, dass die Fachämter aus Görlitz und Bautzen weiterhin Argumente gegen den Bau eines Endlagers in der Region erarbeiten und sammeln. Hierfür sollen auch Experten einbezogen werden.

Wann die Positionen öffentlich gemacht werden, lässt man sich offen. Kreissprecherin Julia Bjar: "Das Einreichen der Fachstellungnahmen ist unabhängig von der Fachkonferenz möglich und wird angestrebt, wenn die fachlich notwendigen und fundierten Arbeitsergebnisse vorliegen." Ein genauer Zeitpunkt sei noch nicht benennbar.

Unabhängig davon können alle Interessenten an der digitalen Fachkonferenz der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) teilnehmen. Dazu ist eine Anmeldung im Internet unter www.fachkonferenz-anmeldung.de erforderlich. Das Programm der Veranstaltung gibt es unter www.endlagersuche-infoplattform.de.

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