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Görlitzer koordiniert Kampf gegen die Schweinepest

Das Sozialministerium hat jetzt dafür einen Fachmann eingesetzt. Um die Identität des Mannes macht das Ministerium ein großes Geheimnis.

Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im Grenzgebiet zu Polen wird ab sofort durch einen sogenannten Entnahmekoordinator gesteuert.
Die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest im Grenzgebiet zu Polen wird ab sofort durch einen sogenannten Entnahmekoordinator gesteuert. © dpa

Ein Fachmann aus dem Landkreis Görlitz ist seit 4. Mai neuer Koordinator für alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen. Um wen es sich genau handelt, verrät das Sozialministerium nicht. Er agiere auf Fachebene und solle sich auf seine Aufgaben konzentrieren, so Sprecher Andreas Friedrich. Insbesondere soll er sich darum kümmern, die Anzahl der Schwarzkittel zu verringern, um die Ansteckungsmöglichkeiten von Tier zu Tier zu minimieren. Der Experte ist beim Staatsbetrieb Sachsenforst angestellt, promovierter Forstwirt und geht im Landkreis auch selbst zur Jagd.

Laut Sozialministerin Petra Köpping ist der neu eingesetzte Fachmann für die Koordinierung der Fallwildsuche mit Jägern, Kadaversuchhunden und Drohnen ebenso verantwortlich wie für die Entnahme der Wildschweine durch Jäger sowie die Dokumentation der Funde. Er werde eng mit dem Landkreis Görlitz zusammenarbeiten, um diesen zu entlasten, so die Ministerin.

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Bisher 171 Fälle von Afrikanischer Schweinepest

Aktuell muss sich der Entnahmekoordinator um die Steuerung verstärkter Maßnahmen zur Bekämpfung der Schweinepest kümmern. Dazu zählt die Beschaffung von Saufanganlagen, die Positionierung der Fänge in den Restriktionszonen entlang der Neiße sowie die Schulung von Jägern.

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Seit dem 31. Oktober wurden im gefährdeten Gebiet 171 Fälle der Afrikanischen Schweinepest registriert. Von 270 Fallwildfunden wurden 146 positiv auf das ASP-Virus getestet. Von 359 tierseuchenrechtlichen Entnahmen gab es in 23 Fällen die Diagnose Afrikanische Schweinepest. Das aktuelle gefährdete Gebiet umfasst das Territorium entlang der Neiße nördlich von Görlitz bis Bad Muskau, in westlicher Ausdehnung bis Boxberg und Hohendubrau. Die Pufferzone reicht vom Berzdorfer See über Großdubrau, Lohsa bis nach Groß Düben und umfasst damit auch Teile des Landkreises Bautzen.

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