merken
PLUS Niesky

Frische Farbe für Koseler Kriegsdenkmal

Die Stadt Niesky und die Sparkassenstiftung geben Geld, damit der Gedenkstein neuen Glanz bekommt. Seit 100 Jahren steht er in Kosel.

Der Gedenkstein in Kosel wurde 2001 schon einmal restauriert. In dem Jahr kam auch die Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges dazu.
Der Gedenkstein in Kosel wurde 2001 schon einmal restauriert. In dem Jahr kam auch die Gedenktafel für die Opfer des Zweiten Weltkrieges dazu. © André Schulze

Im neuen Glanz erstrahlt der Gedenkstein für die 31 im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten aus Kosel. Möglich gemacht haben das die Stadt Niesky und die Stiftung der hiesigen Sparkasse. Beide stellten zusammen 3.000 Euro zur Verfügung, damit der 200 Zentner schwere Findling wieder mit den lesbaren Namen der Kriegsopfer versehen wird.

ECHT.SCHÖN.HIER
Sachsen entdecken und erleben
Sachsen entdecken und erleben

Lernen Sie unbekannte Orte der Region kennen - wir geben Ihnen Insidertipps um die Heimat neu zu erkunden und lieben zu lernen.

Seine Einweihung am vergangenen Sonnabend war vom Termin her bewusst gewählt. Am 14. August 1921 ließ Hauptmann Reinhard, Rittergutsbesitzer von Ober Cosel (damals noch mit "C" geschrieben), den Gefallenen ein Denkmal setzen. 100 Jahre später wurde der Gedenkstein in seinem restaurierten Zustand erneut eingeweiht.

Vor 100 Jahren wurde der Gedenkstein für die Koseler Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, eingeweiht.
Vor 100 Jahren wurde der Gedenkstein für die Koseler Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind, eingeweiht. © Archiv/Axel Knöfel

Das Auffrischen der inzwischen verblassten Namen steht schon einige Jahre auf der Wunschliste der Koseler. Aber bisher fehlte der Stadt das Geld dazu. Mit finanzieller Unterstützung der Sparkassenstiftung konnte nun ein Steinmetzbetrieb beauftragt werden, die Namen nachzuzeichnen und das Denkmal auf seine Standsicherheit zu überprüfen.

Gedenkstein zweimal versetzt

Es ist nicht die erste Wiedereinweihung dieses Gedenksteines am Sonnabend gewesen. Ortschronist Johannes Zelder notierte, dass im Jahr 1965 dieser Stein wegen eines Bauvorhabens umgesetzt werden musste. Er wanderte zur heutigen Buswendeschleife, gegenüber der Gaststätte "Sweet Water Station". Erst nach der Wende gelang es vor allem auf Initiative des Ortschronisten, den Stein wieder in der Dorfmitte, an seinem alten Platz aufzustellen. Am 23. November 1991 fand dazu eine Feierstunde statt.

Aufgefrischt wurde die Schrift mit den Namen bereits zum 80. Jahrestag, im Jahr 2001. Bereits 2015 reichte der Ortschaftsrat von Kosel seinen Antrag auf Erneuerung der Schrift im Nieskyer Rathaus ein. Sechs Jahre später erfüllte sich dieser Wunsch.

Mehr zum Thema Niesky