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Celltechnik schickt schnelles Internet nach Lodenau

Der Ort profitiert vom modernen LTE-Standard und einem alten Backsteinturm. Auslöser war eine Initiative der Telekom.

Volker Altus, Chef der Celltechnik Lodenau, zeigt die neue LTE-Antenne auf dem alten Backsteinturm seines Werkes. Damit wird die Mobilfunk- und Internetversorgung im Ort verbessert
Volker Altus, Chef der Celltechnik Lodenau, zeigt die neue LTE-Antenne auf dem alten Backsteinturm seines Werkes. Damit wird die Mobilfunk- und Internetversorgung im Ort verbessert © André Schulze

Die Antenne auf dem alten Backsteinturm der Firma Celltechnik in Lodenau ist montiert. Wann von dort aus schnelles Internet mit dem LTE-System ausgestrahlt wird, ist nur noch eine Frage von wenigen Tagen. Dann können Daten in 4G-Übertragungsqualität mit einer Download-Geschwindigkeit von 1.000 Mbit/s heruntergeladen werden - ideal für den Empfang mit dem Smartphone.

Die Telekom Deutschland GmbH (TDG), eine Tochter der Deutschen Telekom, hatte im Herbst 2019 eine Initiative unter dem Motto "Wir jagen Funklöcher" gestartet. Damit sollten Städte und Gemeinden die Möglichkeit bekommen, fernab der Netzausbauplanung ihre Mobilfunklöcher schließen zu lassen. Zu den 50 ausgewählten Kommunen gehörte auch Rothenburg mit seinem Ortsteil Lodenau.

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Den alten Backsteinturm der Firma Celltechnik sahen die Telekom-Experten offenbar als günstige Voraussetzung an. So wurde dort bis zuletzt eine Antenne installiert, von der aus die neue Mobilfunkqualität im Umkreis von rund einem Kilometer zur Verfügung steht.

Richtfunk-Signal kommt aus Kahle Meile

Voraussetzung ist die Inbetriebnahme der dazu notwendigen Richtfunkstrecke. Denn das Signal kommt von einem Funkturm in Kahle Meile. Nach Informationen von Celltechnik-Chef Volker Altus ist der Richtfunk dort bereits am 17. April in Betrieb gegangen. Deshalb warte er nur noch auf das Aktivieren der Antenne.

Dieser Schritt wird in dem Unternehmen an der Neiße sehnlichst erwartet, funktionierten die mit Vodafone-Verträgen ausgestatteten Betriebshandys doch zuletzt zunehmend schlecht. "Seitdem während des Baus an der Polizeihochschule dort eine Vodafone-Antenne ausgestiegen ist, haben wir fast keinen Empfang mehr", sieht der Manager darin den entscheidenden Grund. Der neue Service der Telekom soll das beheben.

Allerdings profitiert Lodenau perspektivisch auch vom Breitbandausbau des Weiße-Flecken-Programms. Damit werden all jene Abnehmer an das moderne Glasfasernetz angeschlossen, die unter streng wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchs Raster fallen würden. Ist der Strang durch Lodenau fertig und die Celltechnik angeschlossen, bezieht der LTE-Sender sein Signal von da und nicht mehr per Richtfunk aus Kahle Meile.

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