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Wie Menschen mit Behinderung mobil bleiben

Dazu gibt es in Niesky ein Angebot, das zur "Woche der seelischen Gesundheit" vorgestellt wurde.

Von Steffen Gerhardt
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Teilhabe-Beraterin Ulrike Fedke (rechts) machte aus Anlass der Woche der seelischen Gesundheit mit dem Hörmobil Station am Kinder- und Familienzentrum in Niesky. Ihr zur Seite stand OB-Kandidatin Kathrin Uhlemann ( 2.v.r.). Sie stellte mit einem Vertrieb
Teilhabe-Beraterin Ulrike Fedke (rechts) machte aus Anlass der Woche der seelischen Gesundheit mit dem Hörmobil Station am Kinder- und Familienzentrum in Niesky. Ihr zur Seite stand OB-Kandidatin Kathrin Uhlemann ( 2.v.r.). Sie stellte mit einem Vertrieb © André Schulze

Besser hören können und mit einer Behinderung mobil bleiben, das sind zwei Themen, die die Nieskyer interessieren. Innerhalb der kreisweiten "Woche der seelischen Gesundheit" gab es dazu am Dienstag zwei Angebote zum Informieren und Testen.

Gemeinsam mit dem Reha-Rad Centrum aus Fraureuth stellte Kathrin Uhlemann, Kandidatin bei der OB-Wahl in Niesky, verschiedene Reha-Fahrräder, wie Tandems, Dreiräder und ein Rollstuhltransportrad für Probefahrten zur Verfügung. Mithilfe solcher Spezialräder können auch Menschen mit Behinderung und ihre Familien Freude an der Bewegung erleben. Für Kathrin Uhlemann gehört das zum Alltag. Sie ist häufig im Tandem neben ihrer behinderten Tochter unterwegs. Daher ist Teilhabe und Mobilität von Menschen mit Einschränkungen für sie ein wichtiges Anliegen für Niesky.

Am Vormittag probierten Bewohner und Mitarbeiter die Räder am Emmaus-Altenpflegeheim aus. Ebenso interessierten sich Schüler der Evangelischen Berufsfachschule für Pflegeberufe Niesky für diese Spezialräder. Am Nachmittag ging es weiter zum Kinder- und Familienzentrum, wo Familien und Mitarbeiter der Behindertenwerkstatt das Fahrgefühl erprobten.

Als weiteres Angebot lud dort ein Hörmobil zum Testen des Hörvermögens ein. Ulrike Fedke ist eine von rund 500 bundesweiten unabhängigen Teilhabe-Beratern und das ganze Jahr über mit dem vom Gesundheitsministerium des Bundes zur Verfügung gestellten Hörmobil in Sachsen unterwegs. Anlässlich der Woche der Seelischen Gesundheit ist sie in Niesky und in Weißwasser präsent. Unterstützt wird Frau Fedke vom Landesverband der Schwerhörigen und Ertaubten Sachsen. Bereits Anfang Mai war das Hörmobil zu einer Aktionswoche in Görlitz präsent.

Im Blickpunkt der Woche der Seelischen Gesundheit im Landkreis Görlitz stehen in diesem Jahr die Familien. Sie findet bis zum 18. Oktober statt.