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Neue Bäume für Groß Radischer Kirschallee

Diese will der Heimatverein am Sonnabend pflanzen. Fördergelder machen das möglich.

Die Kirschallee in Große Radisch hat einige Lücken. Diese sollen mit jungen Bäumen wieder gefüllt werden.
Die Kirschallee in Große Radisch hat einige Lücken. Diese sollen mit jungen Bäumen wieder gefüllt werden. © André Schulze

Die Kirschbaumallee, die von Groß Radisch zum Monumentberg führt, hat über die Jahrzehnte Bäume gelassen. Neben abgestorbenen Gehölzen befinden sich entlang der Allee auch zahlreiche Lücken, in denen mal Obstbäume standen. Dieser Zustand soll jetzt ein Ende haben, der Kultur- und Heimatverein Groß Radisch wird am Sonnabend neue Bäume pflanzen, berichtet Vorsitzende Sabine Hohlfeld.

Vor zwei Wochen fand dazu bereits ein Gespräch in der Baumschule von Bärbel Wendler in Weißenberg statt. Dort wurden zunächst die 40 Kirschbäume geordert, die diesen Sonnabend in die Erde sollen. Unterstützt wird der Heimatverein dabei von der Ortswehr Groß Radisch, die mit dem Verein das Pflanzvorhaben angeschoben hatte. 

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EU öffnet den Fördertopf

Die fehlenden beziehungsweise abgestorbenen Obstbäume sind dem Heimatverein schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Die Bereitschaft für Neupflanzungen war schon sehr früh da, aber nicht die Antwort auf die Frage: Wer bezahlt das? Im vergangenen Jahr ergab sich die Möglichkeit, das Vorhaben in das vom Freistaat auferlegten Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum einzureichen. Finanziert vom europäischen Landwirtschaftsfond, fördert es von 2014 bis 2020 Vorhaben in ländlichen Gebieten.  

Im März dieses Jahres erhielt der Kultur- und Heimatverein den Bewilligungsbescheid für die Pflanzung von 80 hochstämmigen Kirschbäumen. Diese sollen in die bestehenden Obstbaumalleen östlich von Groß Radisch eingesetzt werden. Dazu steht dem Verein eine nicht rückzahlbare Zuwendung von 5.920 Euro zur Verfügung. An diesem Sonnabend soll die erste Hälfte der 80 Bäume gepflanzt werden. Im Frühjahr kommenden Jahres die anderen 40 Bäume. Der Verein freut sich über eine rege Beteiligung der Groß Radischer, die um 9 Uhr an der Bergallee (Schranke) erwartet werden, so die Vorsitzende.  

Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) hatte im Juni eine Bestandsaufnahme der Groß Radischer Alleebäume vorgenommen, sagt Sabine Hohlfeld.  Bei der Entnahme von Proben wurde festgestellt, dass einige besonders alte Sorten an Kirschen vorhanden sind. Das Ergebnis der Kartierung wird dem Verein noch zur Verfügung gestellt. Die Besonderheiten an Kirschsorten könnte der Verein für eine Pflanzung im Ort nutzen, empfiehlt die LaNU-Pomologin  Annette Braun-Lüllemann. Das würde im Folgejahr möglich sein, zusammen mit dem Pflanzen der anderen 40 Kirschbäume. 

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