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Kein neuer Schweinepest-Fall in Sachsen

Das Sozialministerium dementiert Verdachts-Meldungen über einen neuen Fund im Kreis Görlitz. Dafür startet der Bau eines festen Zauns an der Neiße.

Mit ASP infizierte Wildschweine sind keine Gefahr für den Menschen, aber eine große für ihre Artgenossen.
Mit ASP infizierte Wildschweine sind keine Gefahr für den Menschen, aber eine große für ihre Artgenossen. © Egbert Kamprath (Archiv)

Im Landkreis Görlitz gibt es keinen zweiten Fall von Afrikanischer Schweinepest. Darüber informierte das sächsische Sozialministerium am Montag. 

Weder der Kreisbehörde in Görlitz noch dem Landestierseuchen-Bekämpfungszentrum in Dresden liegen ein entsprechender Befund vor, sagte ein Ministeriumssprecher. Das trifft auch auf die Landesuntersuchungsanstalt zu, in der Hausschweine und Schwarzwild zuerst getestet werden. Am Wochenende hatte das Online-Portal "Tag 24" berichtet, dass ein mit dem ASP-Virus infiziertes Wildschwein im Rothenburger Ortsteil Uhsmannsdorf nachgewiesen wurde. Das stellt sich nun als nicht richtig heraus, so dass auch keine Sperrzone um Uhsmannsdorf eingerichtet werden muss. 

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Stabiler Zaun statt Barriere

Das schließt nicht aus, dass auch im Landkreis Görlitz weitere Fälle von Schweinepest auftreten können. Sachsen reagiert jetzt darauf und wird einen festen Zaun entlang der Neiße bauen. Das ist auch eine Forderung sächsischer Landwirte, die durch die Pest ihre Schweinebestände bedroht sehen. In Krauschwitz soll dazu am Mittwoch der Startschuss gegeben werden. Damit soll ein Einwandern von Wildschweinen und Einschleppen der Seuche aus Polen verhindert werden. Im Nachbarkreis Spree-Neiße steht bereits ein solcher Zaun. Dort war Anfang September der erste Fall von der Afrikanischen Schweinepest aufgetreten. In dessen Folge wurde zunächst ein Barriere in Form eines Elektrozaunes entlang der Neiße auch im Landkreis Görlitz gezogen. Diese soll nun durch einen stabilen Metallzaun ersetzt werden.  

Das erste mit Schweinepest infizierte Wildschwein im Landkreis Görlitz wurde am 27. Oktober in der Gemeinde Krauschwitz erlegt. Daraufhin legte der Freistaat eine Sperrzone von der Neiße bis Weißkeißel und Rietschen fest. In ihr ist unter anderem die Jagd verboten, Hausschweine müssen im Stall gehalten werden.  Während der Schweineprest-Erreger für das Hausschwein tödlich sein kann, ist er für den Menschen ungefährlich.     

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