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Keine nassen Füße mehr in See

Die Sandstraße im Nieskyer Ortsteil steht bei Regenschauern ständig unter Wasser. Nun hat die Stadt für die schlimmste Stelle eine Lösung.

Ein Absetzschacht sorgt jetzt auf der Sandstraße in See dafür, dass zumindest an der tiefen Stelle der Straße das Oberflächenwasser ablaufen kann.
Ein Absetzschacht sorgt jetzt auf der Sandstraße in See dafür, dass zumindest an der tiefen Stelle der Straße das Oberflächenwasser ablaufen kann. © André Schulze

Es hat sich in See etwas getan. Darüber ist nicht nur Ortsvorsteher Werner Müller froh, sondern auch die Anwohner der Sandstraße. Der Bauhof der Stadt Niesky hat die Initiative ergriffen und jetzt einen Schacht in die Straße gesetzt, der das Regenwasser auffängt und ableitet.

Damit ist die Zeit vorbei, in der sich bei Starkregen die Sandstraße in eine Wasserstraße verwandelt. Der Sachgebietsleiter für Tiefbau, Enrico Bachmann, spricht von einer Zwischenlösung. Zwar habe der tiefste Punkt der Straße eine Entwässerung, aber das Problem besteht an anderer Stelle weiter.

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Schacht muss kontrolliert werden

Hinzu kommt, dass dieser Absetzschacht einer ständigen Kontrolle bedarf. Denn das aufgebrachte Mineralgemisch wird bei starkem Regen in das Gully gespült und droht die unterirdische Rohrleitung, die das Niederschlagswasser im Erdreich versickern lässt, zuzusetzen. Wenn das eintritt, sammelt sich das Wasser wieder auf der Straße.

Dass nur um den Einlauf das Mineralgemisch aufgebracht wurde und nicht über die gesamte Straße hat den Grund, dass die Stadt die Straße insgesamt "profilieren" will, damit das sich ansammelnde Regenwasser auch von den entfernten Stellen bis in den Schacht läuft. "Wir sind also noch nicht fertig mit der Straße", sagt Bachmann besonders zu den Anwohnern, bei denen sich noch große Pfützen bilden.

Wasserspritzer an den Häusern

Nur die Kinder hatten bisher Spaß an der großen tiefen Pfütze, die die ganze Straßenbreite ausfüllt. Thilo Geister, Anwohner an der Sandstraße, findet es schon lange nicht mehr lustig. Nun hat er einen Schacht vor seinem Grundstück, der das Wasser versick
Nur die Kinder hatten bisher Spaß an der großen tiefen Pfütze, die die ganze Straßenbreite ausfüllt. Thilo Geister, Anwohner an der Sandstraße, findet es schon lange nicht mehr lustig. Nun hat er einen Schacht vor seinem Grundstück, der das Wasser versick © André Schulze

Die Anlieger haben das Problem, dass das Wasser von der Straße in ihre Grundstücke läuft. Und noch ein anderes, wie Thilo Geister berichtet hat: Mancher Kraftfahrer nimmt die Seenlandschaft als Herausforderung und gibt Gas. Zäune und Hausfassaden bekommen die Dreckbrühe ab. Dass das Wasser die gesamte Straßenbreite einnimmt, hat der Seer nicht mehr zu befürchten. In Höhe seines Grundstückes befindet sich der Schacht. Auch seine Nachbarn müssen nicht mehr mit nassen Füßen nach Hause kommen.

Die Sandstraße endgültig trockenzulegen, das kann nur mit einem grundhaften Ausbau einschließlich Regenentwässerung über die gesamte Länge erfolgen. Aber diese Chance habe man vor gut 20 Jahren vertan, urteilt Enrico Bachmann. Die Stadt hatte bereits ein ausschreibungsreifes Projekt vorliegen, das mit finanzieller Beteiligung der Anwohner umsetzbar gewesen wäre. Aber eine knappe Mehrheit entschied sich gegen das Zahlen eines Straßenausbaubeitrages.

Dennoch sind die Seer über diese kleine Lösung erst einmal froh, denn das Problem der überschwemmten Straße besteht schon seit Jahrzehnten. "Umso mehr freut uns, dass der Bauhof jetzt die Initiative ergriffen und Abhilfe geschaffen hat", sagt Werner Müller.

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