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Kirschenfest fällt das zweite Jahr aus

Dafür startet der Heimatverein Groß Radisch einen Fotowettbewerb und will weitere Kirschbäume pflanzen.

Zum Kirschenfest in Groß Radisch gehört traditionell das Basteln und Ausstellen von Vogelscheuchen. Das war das letzte Mal vor zwei Jahren möglich.
Zum Kirschenfest in Groß Radisch gehört traditionell das Basteln und Ausstellen von Vogelscheuchen. Das war das letzte Mal vor zwei Jahren möglich. © Archiv/Rolf Ullmann

Der Entschluss ist den Mitgliedern des Kultur-und Heimatvereins nicht leichtgefallen: Dieses Jahr wird es kein Kirschenfest geben. Vorsitzende Sabine Hohlfeld wird die nächsten Tage allen Partnern absagen, die das jährliche Fest in Groß Radisch unterstützen und mitgestalten. "Das tut uns in der Seele weh, denn auch vergangenes Jahr mussten wir das Fest aufgrund Corona stornieren", bedauert die Vorsitzende. Ruhen lässt der Verein seine Arbeit in Bezug auf das Kirschendorf auch im zweiten Pandemie-Jahr nicht.

Mit einem Fotowettbewerb möchte der Verein dafür werben, dass es auch dieses Jahr in Groß Radisch wieder eine Kirschenzeit gibt. Diese lässt sich aber nur allein oder in Familie entsprechend den Corona-Bestimmungen erleben. Am kommenden Sonntag, dem 25. April, wollte der Verein zur diesjährigen Kirschblütenwanderung einladen, aber auch diese Freiluftveranstaltung ist jetzt nicht möglich. Das ist ärgerlich, weil vor 160 Jahren das Kirschenfest in Groß Radisch zum ersten Mal erwähnt wurde und dem Verein einen besonderen Grund zum Feiern gibt.

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Selbst durch die Kirschblüte wandern

Also bleibt nur die individuelle Wanderung durch die Kirschblüte. "Dabei sollte man unbedingt den Fotoapparat mitnehmen", rät Sabine Hohlfeld. Denn der Verein ruft zu einem Fotowettbewerb auf. Wer von jetzt an bis Ende Juni im Kirschendorf unterwegs ist, wird sicherlich viele schöne Motive finden, auch ohne Sonne und blauen Himmel. Wer sich dem Wettbewerb stellt, darf pro Person ein Foto digital dem Verein bis Monatsende Juni zukommen lassen. Es dürfen Fotomotive von der Kirschblüte bis hin zur Ernte der roten Früchte sein. Eine vom Verein berufene Jury wird aus allen Einsendungen die drei besten Aufnahmen auswählen und prämieren. Das wird in einem nicht öffentlichen Rahmen stattfinden. Alle gemachten Fotos wird der Verein im Internet präsentieren.

Auch wenn es kein Fest zum Feiern gibt, bleibt der Heimatverein nicht untätig. Dazu gehört, dass dieses Jahr weitere Kirschbäume an der Obstbaumallee östlich von Groß Radisch gepflanzt werden. Bereits im vergangenen Jahr sind 40 dieser Bäume vom Verein und Bürgern in die Erde gebracht worden. Sie stammen aus einer Baumschule im benachbarten Weißenberg. Im September soll sich das mit 40 weiteren Bäumen für Süßkirschen wiederholen. Der Verein hofft wieder auf tatkräftige Unterstützung durch die Groß Radischer. Das Pflanzen der Bäume wird mit knapp 6.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm des Freistaates für den ländlichen Raum gefördert. Bereits 2019 hatte der Heimatverein dafür einen Förderantrag gestellt.

Die Fotos zum Wettbewerb sind mit einer Adresse versehen per E-Mail bis zum 30. Juni an den Kultur- und Heimatverein Groß Radisch zu senden: [email protected] Die Präsentation der eingereichten Fotos erfolgt auf der Seite: www.grossradisch.de.

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