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Nur wenn alle helfen, wird Niesky schöner

Die Stadt kassiert Ausgleichsbeträge für ein lange beendetes Sanierungsprogramm. Das stößt auf Unverständnis. Zu Unrecht, wie Redakteur Frank-Uwe Michel findet.

© André Schulze

Einfach mal so ein paar Tausender abdrücken macht niemand gern. Zumal wenn der Grund dafür zwar schwarz auf weiß formuliert, trotzdem aber nur schwer einzusehen ist. Oder würden Sie für etwas zahlen, das Ihnen keinen unmittelbaren Nutzen bringt? Wahrscheinlich nicht. Wenn Sie keinen Ausweg fänden, würden Sie sicher nur unter Murren die Schatulle öffnen.

Einen Ausweg zu den Forderungen der Stadt für das 2018 beendete Sanierungsgebiet "Historisches Stadtzentrum" gibt es tatsächlich nicht. Die Stadträte hatten Anfang der 1990er Jahre den Weg über dieses besondere Förderprogramm beschritten, um Nieskys "Graue-Maus-Image" zu überwinden und die Kommune in eine bunte, lebenswerte Siedlung zu verwandeln. In einen Ort, der seine Geschichte schätzt und mit neuem Schwung in die Zukunft geht. Das ist geglückt. Auch mithilfe der Fördermillionen, die das Programm in die Stadt spülte und von denen private Bauvorhaben ebenso profitierten wie öffentlichkeitswirksame Großprojekte.

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Wer - aus welchen Gründen auch immer - nicht in den Genuss der Unterstützungsgelder kam, darf sich zumindest über die Umsetzung vieler kommunaler Bauvorhaben freuen, die Niesky zu dem machen, was es heute ist: eine schöne Kleinstadt, in der es sich gut leben lässt. Mit den Ausgleichsbeträgen leisten die Grundstückseigentümer einen wertvollen Beitrag zur Verschönerung ihrer Heimatstadt. Wenngleich die Zeiten für nicht eingeplante Ausgaben aktuell alles andere als günstig sind - unvorbereitet trifft es niemanden. Denn die Stadt hatte schon zum Programmbeginn in die betreffenden Grundbücher einen Sanierungsvermerk eintragen lassen, der auch bei Besitzerwechseln weiter gültig ist. Zur Einigung beider Seiten trägt gewiss auch "miteinander reden" bei. Die Stadt jedenfalls ist gesprächsbereit.

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