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Bauschutt nutzt Kreba für einen Waldweg

Große Mengen Aushub von den sanierten Parkwegen wurden in den Forst gekarrt. Die Haufen sorgen für Ärger im Ort. Doch das soll sich ändern.

Mit dem Aushub der Wege im Krebaer Schlosspark sollen Waldwege bei Neudorf befestigt werden. Die Haufen sorgen dabei für Ärger.
Mit dem Aushub der Wege im Krebaer Schlosspark sollen Waldwege bei Neudorf befestigt werden. Die Haufen sorgen dabei für Ärger. © André Schulze

Die Bauarbeiten am Schlosspark von Kreba-Neudorf haben trotz aller positiven Aspekte offenbar auch ihre Schattenseiten. So soll der aus den Wegen stammende Aushub in den Ortsteil Neudorf gefahren worden und dort auf einem Waldweg abgekippt worden sein, beschwert sich ein empörter Anwohner am SZ-Telefon.

Als Grund könne er nur eine eventuelle Ersparnis von Kosten erkennen, die der Gemeinde bei der Entsorgung des Materials entstanden wären, so der Neudorfer. "Außerdem sind die Haufen auch noch gefährlich." Denn sie würden der Feuerwehr den Einsatzweg versperren, wenn es denn in diesem Bereich zu einem Waldbrand kommen sollte. Für die Befestigung des Waldweges sei die Erde jedenfalls zu weich und deshalb ungeeignet, vermutet der Anrufer.

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Bürgermeister Dirk Naumburger bestätigt, dass das Material vom Aushub der Schlosswege in Kreba stammt. Und er räumt ein, dass man damit Entsorgungskosten sparen konnte. Allerdings sei das nicht vordergründig gewesen. Denn: "Eigentlich wollte die Baufirma das Material für den Straßenbau verwenden. Es erfüllte dann aber wohl doch nicht die Anforderungen." Deshalb habe man entschieden, es für die Befestigung des besagten Waldweges in Neudorf zu verwenden. Dass dies an der Beschaffenheit des Aushubs scheitern wird, glaubt Naumburger nicht.

Für Feuerwehrfahrzeuge seien die Haufen kein Hindernis, meint der Bürgermeister. "Unsere Einsatzwagen sind alle geländegängig und könnten im Notfall über das benachbarte Feld ausweichen."

Ehe sich die Situation bessert, ist allerdings noch etwas Geduld gefragt. Denn erst wenn die Arbeiten am Wegenetz im Krebaer Schlosspark beendet sind, kann es eine Schlussrechnung geben. Dann steht auch fest, wieviel Erdmaterial genau nach Neudorf gekarrt wurde. Begradigen und verfestigen ist danach Sache des Bauhofes der Gemeinde. Wann dies genau geschieht, lässt sich laut Dirk Naumburger aktuell noch nicht sagen.

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