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Baustelle bringt Eiscafé um seine Kunden

Zwischen Mücka und Förstgen werden Rohre verlegt, die Straße ist gesperrt. Das bringt Kianks in Verdruss.

Elke und Reinhard Kiank bieten in ihrem Eiscafé in Mücka Eissorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Am Wochenende hoffen sie auf einen regen Straßenverkauf.
Elke und Reinhard Kiank bieten in ihrem Eiscafé in Mücka Eissorten in verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Am Wochenende hoffen sie auf einen regen Straßenverkauf. © Archiv/André Schulze

Ein Verkehrsschild mit einem roten Kreis bring Kianks in Verdruss. Seit es die Kraftfahrer auffordert, nicht weiterzufahren, sorgen sich Elke und Reinhard Kiank um ihre Kundschaft. Das Ehepaar betreibt auf der Bautzener Straße in Mücka ein Eiscafé. Seit Montag ist aber die Ortsverbindungsstraße zwischen Mücka und Förstgen gesperrt. Der Grund ist das Verlegen einer Trinkwasserleitung, die Mücka künftig mit frischem Wasser aus Leipgen versorgen soll.

Mit der Straßensperrung können Kianks zwangsläufig leben, auch wenn sie sich bis Anfang August hinziehen wird. Aber nicht mit dem Aufstellen der Verbotsschilder. Reinhard Kiank sagt, dass 30 Meter vor seinem Geschäft das Schild "Verbot für Fahrzeuge aller Art" zusammen mit einem Sperrzaun aufgestellt wurde. "Wir sind von der Baustelle nicht betroffen, warum schneidet man uns ab", fragt er gegenüber SZ. Er hält das nicht nur für einen Schildbürgerstreich, sondern auch für geschäftsschädigend.

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Hier ist Schluss für Fahrzeuge aller Art. Dahinter befindet sich aber das Eiscafé von Kianks in Mücka. Das Verbotsschild soll nun hinter die Eisdiele versetzt werden.
Hier ist Schluss für Fahrzeuge aller Art. Dahinter befindet sich aber das Eiscafé von Kianks in Mücka. Das Verbotsschild soll nun hinter die Eisdiele versetzt werden. © André Schulze

Kein Durchkommen zur Eisdiele

Wenn das Schild nur 50 Meter weiter Richtung Ortsausgang verrückt werden würde, dann könnten die Gäste bis vor sein Eiscafé fahren, ist Kianks Vorschlag. Dem Baugeschehen würde das nicht schaden, ist der Eismann überzeugt. "Fürs Wochenende versprechen die Meteorologen frühlingshaftes Wetter, da rechnen wir mit vielen Gästen, die unser Eis haben wollen", sagt Reinhard Kiank. Auch wenn das Café wegen den Corona-Auflagen geschlossen bleiben muss, wollen Kianks ihr Eis im Straßenverkauf anbieten.

Wenn die Kraftfahrer sehen, dass die Straße gesperrt ist, kehren sie wieder um. Zwar sind es nur ein paar Meter zu Fuß bis zum Geschäft, aber die Leute sind bequem geworden und fahren mit dem Auto bis vor die Tür, ist Reinhard Kianks Erfahrung.

Die Trinkwasserrohre werden im Auftrag des Trinkwasserzweckverbandes Neiße-Schöps in die Erde gebracht. Für die Beschilderung in Form einer verkehrsrechtlichen Anordnung ist aber das Landratsamt zuständig. Denn es handelt sich hier um eine Kreisstraße.

Verkehrsschild wird versetzt

Die SZ konfrontierte die Kreisbehörde mit dieser unglücklichen Ausschilderung. Einerseits ist es verständlich, dass die Sperre dort steht, wo der Kraftfahrer sein Fahrzeug noch wenden kann. Andererseits unverständlich, dass damit das Geschäftsleben in Mücka eingeschränkt wird. Das Straßenverkehrsamt zeigt Einsicht und teilt mit, dass der Standort geprüft wurde und es eine Änderung der Anordnung gibt. Sehr wahrscheinlich schon im Laufe des Donnerstages. "Das Verkehrszeichen wird versetzt. Somit sollte es keine Probleme und Bedenken beim Eisverkauf geben", teilt Kreissprecherin Franziska Glaubitz mit. Somit ist die Eisdiele wieder mit dem Fahrzeug erreichbar und Kianks dürfte nur noch das schöne Wetter vor der Ladentür fehlen.

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