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Hier entstehen neue Eigenheime in Niesky

An der Martinstraße in Richtung Horka darf endlich gebaut werden. Doch es werden weniger Häuser als ursprünglich geplant.

Der neue Eigenheimstandort Martinstraße/Sachsenweg in Niesky. Die rosa Fläche sind die Parzellen für fünf Eigenheime. Das Grüne muss der Natur vorbehalten bleiben.
Der neue Eigenheimstandort Martinstraße/Sachsenweg in Niesky. Die rosa Fläche sind die Parzellen für fünf Eigenheime. Das Grüne muss der Natur vorbehalten bleiben. © Kaup & Richter

Am Montag konnte der Stadtrat einen Schlusstrich ziehen unter den neuen Eigenheimstandort zwischen Martinstraße und Sachsenweg. Mit dem Beschluss einer Ergänzungssatzung ist planungsrechtlich jetzt alles geklärt. Und wenn die Vermesser durch sind, darf gebaut werden. Einige Bauherren warten schon drauf.

Die Stadt Niesky ist als Wohnplatz begehrt. Das betrifft nicht nur Wohnungen, sondern auch das Bauen von Eigenheimen. Die Nachfrage nach Bauplätzen übersteigt gegenwärtig die vorhandenen Flächen. Umso glücklicher ist man jetzt im Rathaus, wenigstens fünf neue Bauplätze anbieten zu können. Eigentlich müssten die Häuser schon stehen und bewohnt sein. Denn der Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet wurde bereits 2017 durch den Stadtrat beschlossen. Dreieinhalb Jahre später darf nun gebaut werden.

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Viel Abstand zum Wald

Letztendlich siegten bei diesem Vorhaben die Belange der Natur über das Anliegen, neues Bauland zu schaffen. Die erste Planung ging noch von zwei Grundstücksreihen auf der freien Fläche aus, die Platz für acht Eigenheime bieten würde. Nun dürfen nur entlang des Sachsenweges fünf Parzellen bebaut werden. Das Waldgesetz sorgt für diese Einschränkung. Denn seit es das gibt, ist ein Mindestabstand von 30 Metern zum Wald zu halten. An die Martinstraße grenzt im Süden ein Waldgebiet. Für die ausgewiesene Bebauungsfläche bedeutet das, dass rund die Hälfte unbebaut bleiben muss. Weil einerseits zu nahe am Wald, andererseits eine Ausgleichsfläche bleiben muss.

Bei der naturwissenschaftlichen Bestandsaufnahme des Gebietes ist festgestellt worden, dass hier der Lebensraum von Zauneidechsen und einer Natterart ist. Demzufolge ist eine in der Ergänzungssatzung festgeschriebene Forderung, dass diese Tiere von einer Fachkraft aufzusammeln sind, bevor die Bagger anrücken und die Baugruben ausheben. Aber noch können sich die Tiere die Sonne auf den Rücken scheinen lassen, denn die fünf Parzellen müssen erst noch vermessen werden. Das übernimmt die Stadt, die Kosten sind dann Bestandteil des Grundstückspreises. Die Größe beträgt zwischen 900 und 1.000 Quadratmeter.

Ausschreibung durch die Stadt

Die Stadt will die fünf Grundstücke auf ihrer Internet-Seite und im Amtsblatt im März ausschreiben. Darüber informierte Sachgebietsleiterin Barbara Giesel. Dann kann sich für einen dieser Bauplätze beworben werden. Wie die Vergabe erfolgt, darüber konnte sich am Montag im Stadtrat nicht geeinigt werden. Nur eines wurde klar geäußert: Die Stadt sollte den leer ausgegangenen Bewerbern Alternativen bieten. Laut Barbara Giesel hat die Stadt an der Unmack-Straße ein weiteres Baugebiet im Auge. Das bietet Platz für acht bis zehn Grundstücke. Aber es ist eine Wiese in städtischer Hand - und das klingt sehr nach Natur. Ob sie eins zu eins in Bauland umgewandelt werden kann, bleibt abzuwarten. Die Planung beginnt erst.

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