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Insolvenz verzögert Kita-Spielplatz

Rothenburg hatte einer Reichenbacher Firma den Auftrag gegeben. Doch die gibt es nicht mehr. Jetzt gab es eine Lösung für das Problem.

Die Kinder der Rothenburger Kita Sonnenhügel müssen sich noch etwas länger auf ihren neuen Spielplatz gedulden.
Die Kinder der Rothenburger Kita Sonnenhügel müssen sich noch etwas länger auf ihren neuen Spielplatz gedulden. © André Schulze

Was lange währt, wird gut. An diesen Spruch werden sich Erzieherinnen, Kinder und deren Eltern erinnert fühlen. Und hoffen, dass er tatsächlich wahr wird. Denn der schon seit Längerem avisierte und für das Frühjahr geplante neue Spielplatz wird nun doch etwas später gebaut.

Grund dafür sind Schwierigkeiten mit dem beauftragten Unternehmen. Anfang Dezember vergangenen Jahres hatte die Stadt nach einem Beschluss des Rates die Firma OLTG - Oberlausitzer Landschafts-Tief-Grünbau Dienstleistung und Service GmbH aus Reichenbach mit den Arbeiten betraut. Deren Mitarbeiter rückten aber nie in der Martin-Ulbrich-Straße an. Mitte März erfuhr man im Rothenburger Rathaus von der Insolvenz des Betriebes und kündigte daraufhin den Bauauftrag am 26. März.

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Beauftragte Firma musste Insolvenz anmelden

Das Unternehmen war in den vergangenen Monaten offenbar in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten. Seit dem 3. März hat dort die vorläufige Insolvenzverwalterin Irmgard Niemeyer-Uhlmann das Sagen. Sie wurde im Rahmen eines Insolvenzeröffnungsverfahrens über das Vermögen der OLTG bestellt. Ob es zur Eröffnung eines regulären Insolvenzverfahrens kommt, steht noch nicht fest.

Trotzdem bleibt die Situation nicht ohne Auswirkungen. Die Stadt Rothenburg vertraut nun ab sofort einem anderen Unternehmen. Dazu wurde der Kontakt zur zweitplatzierten Firma des Ausschreibungsverfahrens hergestellt. Das ist der Garten- und Landschaftsbau Bohr aus Weißenberg. Nach einer Vor-Ort-Begehung gab das Unternehmen grünes Licht. An ihr damals abgegebenes Angebot hält sich die Firma weiter gebunden.

Die Stadträte vergaben den Auftrag in ihrer April-Sitzung deshalb nun ein zweites Mal. Für rund 135.000 Euro werden die Außenflächen und Spielgeräte der Kita "Sonnenhügel" neu gestaltet. 55 Prozent davon sind Fördergelder, den Rest trägt Rothenburg über Eigenanteile. Wegen des Firmenwechsels kommt es nun allerdings zu Verzögerungen: Das Weißenberger Unternehmen kann die Arbeiten erst im Zeitraum von Juli bis September ausführen. Und: Noch steht die Zustimmung der Bewilligungsbehörde über die Verlängerung des Förderzeitraumes aus.

Spielhügel und Rollerbahn mit Verkehrsparcours

In der Kita freut man sich trotzdem schon auf das, was da in den nächsten Monaten neugestaltet wird. Denise Prause: "Unser Spielhügel soll seinem Namen wieder alle Ehre machen. Das ist aber nur ein Teil des Projektes, denn das gesamte Außengelände wird sich verändern", so die Kita-Leiterin. Dazu gehört auch eine Rollerbahn, die wie ein kleiner Verkehrsparcours gestaltet wird. Darüber hinaus gibt es neue Kletterelemente und ein Spielhäuschen, in dem sich die Kinder bei praktischer Arbeit ausprobieren können. Nicht zu vergessen Hochbeete, in denen Gemüse gedeihen soll. "Wir setzen auf einen Mix aus Sport, spielerischer Bewegung, aber auch Rückzugsmöglichkeiten", erklärt Denise Prause das Konzept.

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