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Niesky baut eine neue Sporthalle

Der Bund steuert knapp drei Millionen Euro bei. Für diese Fördergelder hatte die Stadt lange gekämpft.

Die Turnhhalle am Rosensportplatz wurde in der coronafreien Zeit auch viel für Turniere genutzt. Wie hier beim "Budenzauber" von Eintracht Niesky.
Die Turnhhalle am Rosensportplatz wurde in der coronafreien Zeit auch viel für Turniere genutzt. Wie hier beim "Budenzauber" von Eintracht Niesky. © André Schultze

Die Stadt Niesky kann eine neue Turnhalle bauen, denn das Geld steht dafür bereit. Der Görlitzer Bundestagsabgeordnete Thomas Jurk, SPD-Berichterstatter im Haushaltsausschuss, schickte diese gute Nachricht am Mittwochnachmittag in das Nieskyer Rathaus.

"Wir sind überglücklich, dass es losgehen kann", sagt Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann als erste Reaktion auf die Mail von Jurk. Denn seit Oktober hofft Hoffmann darauf, dass Niesky in dem Förderprogramm des Bundes "Sanierung kommunaler Einrichtungen" mit seiner Sporthalle Berücksichtigung findet. Bereits in der Oktobersitzung des Stadtrates ist davon die Rede gewesen, sich für das Programm zu bewerben.

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Nur zehn Prozent eigenes Geld

Von dem Sanierungsprogramm profitiert die Stadt im großen Umfang. Grundsätzlich werden nur 55 Prozent der Baukosten gefördert. Da sich Niesky aber in einer ausgewiesenen Haushaltsnotlage befindet, kann die Stadt eine 90-prozentige Förderung in Anspruch nehmen. Konkret stellt der Bund 2.939.400 Euro zur Verfügung, berichtet Thomas Jurk. Bleiben knapp 300.000 Euro aus der Stadtkasse. Frau Hoffmann sagt, dass die Stadt diese Summe in ihrem Haushalt hat - in Erwartung dieser großzügigen Förderung. Die Baukosten für den Ersatzneubau sind auf 3.266.000 Euro kalkuliert.

Die Sporthalle an der Konrad-Wachsmann-Straße steht schon seit Jahren auf der Agenda der Stadt. 2013 fanden Sanierungsarbeiten über den Sommer statt. Zwei Jahre später hatte die Stadt 289.000 Euro für dringend notwendige Bauarbeiten eingeplant. Der Plan: Mit Fördermitteln sollte die Rosenhalle umfassend saniert werden, die einst in Leichtbauweise errichtet worden war. Möglich war das aber nur über die Sportstätten-Förderung. Niesky hätte daraus nur die Hälfte der Fördersumme bekommen, wie sie jetzt ins Haus steht. Rund 1,5 Millionen Euro hätte die Stadt selbst beisteuern müssen. "Das gibt unser Haushalt aber nicht her", sagt die Oberbürgermeisterin. Und so wurde weiter nach einem geeigneten Förderprogramm gesucht.

Bis in die Abendstunden wird in der Rosenhalle trainiert. Auf sie kann die Stadt nicht verzichten und baut deshalb neu.
Bis in die Abendstunden wird in der Rosenhalle trainiert. Auf sie kann die Stadt nicht verzichten und baut deshalb neu. © André Schulze

Untersuchung offenbart Defizit

Grundlage für die Entscheidung, die Sporthalle am Rosen-Sportplatz neu zu bauen, liefert eine Untersuchung eines Dresdner Ingenieurbüros. Das nahm 2019 im Auftrag der Stadt die Sportstätten der Stadt unter die Lupe und bewertete sie. In der Kategorie Eins bis Vier bekam die Rosenhalle nur ein "Genügend" von den Gutachtern aufgrund ihres schlechten Zustandes. Nicht nur, was die Inneneinrichtung betrifft, sondern auch die bauliche Hülle. Zwar macht die Halle einen modernen Eindruck, aber das Dach ist undicht und die überdurchschnittliche Nutzung zeigt sich am Inventar und den Sanitärräumen.

Deshalb drängt die Stadt auf eine Modernisierung, damit in dieser Turnhalle weiter Sport getrieben werden kann. Die Sportstätte ist nicht nur Anlaufpunkt für Schulkinder, auch zahlreiche Vereine trainieren hier. Obwohl Niesky mit Sporthallen gut ausgestattet ist, liegt der Bedarf Einiges über den Kapazitäten. Die Grund- und die Oberschule haben eigene Sporthallen. Neben dem Gymnasium steht die "Bahnhofshalle" in Zuständigkeit des Landkreises und in See ist eine weitere vorhanden. Bei Letzterer besteht auch Handlungsbedarf. Sie bekam von den Gutachtern nur ein "Befriedigend", während die Nieskyer Schulhallen mit "Gut" bewertet wurden.

Dieses Jahr noch die Planung

Wie geht es nun für die Stadt weiter? Jetzt, wo die Finanzierung steht, soll in diesem Jahr die Planung zu Papier gebracht werden und die Baugenehmigung beantragt werden, sagt die Oberbürgermeisterin. Für die Umsetzung des Vorhabens sind zwei Jahre geplant. Größte Herausforderung für die Stadt wird sein, zu klären, wo die Schüler und Vereine während der Bauphase ihrem Sport nachgehen können. Denn auch die anderen Sporthallen in der Stadt sind ziemlich ausgelastet. Doch dafür wird sich bestimmt auch eine Lösung finden, wo das größte Problem durch die Ankündigung aus Berlin aus dem Weg geräumt wurde.

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