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Nieskys neue Notaufnahme muss weiter warten

Das Emmaus-Krankenhaus hatte schon vor über drei Jahren mit den Planungen begonnen. Dann kam es zu Verzögerungen. Die dauern bis heute an.

Die Notaufnahme im Krankenhaus Emmaus in Niesky soll schon seit Jahren umgebaut werden. Rechtliche Auflagen und Verordnungen haben zu Verzögerungen geführt.
Die Notaufnahme im Krankenhaus Emmaus in Niesky soll schon seit Jahren umgebaut werden. Rechtliche Auflagen und Verordnungen haben zu Verzögerungen geführt. © André Schulze

Der Bedarf ist da, an der Umsetzung hapert es aber noch. Die Notaufnahme im Krankenhaus Emmaus in Niesky muss weiter auf Umbau und Erneuerung warten. "Vor dreieinhalb Jahren bekamen wir vom Sächsischen Sozialministerium das Signal, dass die Erweiterung grundsätzlich gefördert werden kann", berichtet Pressesprecher Viktor Franke. Daraufhin hätten die konkreten Planungen begonnen, in deren Verlauf sich einige Herausforderungen ergaben, die zu Verzögerungen führten.

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Notwendig sind die Arbeiten an der Notaufnahme des Nieskyer Krankenhauses aber allemal. Seit dessen Betriebsübernahme durch die Diakonissenanstalt Dresden im Jahr 2015 wurde der Standort stetig weiterentwickelt. "Heute versammeln sich auf dem Campus deutlich mehr ambulante Angebote, die Bereitschaftspraxis der Kassenärztlichen Vereinigung kam hinzu und auch das Patienteninformationszentrum", zählt Franke die neuen Angebote auf. Das Profil des Krankenhauses habe deutlich ausgebaut und geschärft werden können – zuletzt vor allem mit gefäßmedizinischen Angeboten. "Zu den wichtigen Aufgaben eines ländlichen Krankenhauses wie dem Emmaus in Niesky gehört aber natürlich auch die Versorgung von Notfällen." Die Bedeutung der Notaufnahme sei in den vergangenen Jahren angewachsen, die Räumlichkeiten nicht mehr zeitgemäß.

Notaufnahme betreut 15 Prozent Patienten mehr

Immerhin werden aktuell in der Notaufnahme der Nieskyer Klinik jede Woche durchschnittlich 180 Patienten versorgt. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von rund 15 Prozent. Umso mehr verwundert es, dass es mit Umbau und Erweiterung noch immer nicht recht vorangehen will. "Gescheitert ist das Vorhaben nicht", betont Franke. Die Planungen liefen weiter auf Hochtouren. Allerdings hätten sich nach der Fördermittelzusage einige Punkte ergeben, mit denen man so nicht gerechnet habe. "Und auf die wir keinen Einfluss nehmen konnten", erklärt der Sprecher. Zudem seien Planungszeiträume von mehreren Jahren im Krankenhausbereich nicht ungewöhnlich.

Konkret geht es bei den von Viktor Franke genannten Herausforderungen um "neue rechtliche Auflagen und Verordnungen" sowie "umfangreichere Leistungen", die mit aufgenommen werden mussten. "So gab es beispielsweise 2018 Bestrebungen vom Bund, Krankenhausbetten zu reduzieren." Deshalb sei die Anzahl der Planbetten und damit die tragfähige Zukunft des Krankenhauses Emmaus Niesky eine Zeit lang fraglich gewesen. Eine Investition dieser Größenordnung habe man vor diesem Hintergrund nicht weiter vorantreiben können.

Umbau kostet knapp zehn Millionen Euro

Denn insgesamt soll die Erweiterung der Notaufnahme am Krankenhaus Emmaus nach aktuellen Berechnungen 9,6 Millionen Euro kosten. Rund 5,7 Millionen davon werden vom Sozialministerium gefördert. Konkret sollen die Funktionsdiagnostik, die zentrale Notaufnahme und der Sprechstundenbereich räumlich voneinander getrennt und klarer gegliedert werden. Zudem bekommen ambulante Patienten einen zentralen Eingangsbereich.

Nach jetzigem Stand könnte der Baubeginn im Jahre 2022 liegen, was allerdings noch nicht ganz sicher ist. Danach werden sich die Arbeiten eine ganze Weile hinziehen. Viktor Franke: "Da der Umbau bei laufendem Betrieb stattfindet, wird er einen recht langen Zeitraum beanspruchen. Wir wollen den Bereich innerhalb von drei Jahren Schritt für Schritt umbauen."

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