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Trinkwasser in Niesky wird billiger

Die Stadtwerke senken den Preis für die nächsten drei Jahre. Trotz zunehmender Trockenheit ist von dem kostbaren Nass weiter genügend vorhanden.

Die Nieskyer Stadtwerke senken ab kommendem Jahr den Trinkwasserpreis. Das hat die Kalkulation für den nächsten Drei-Jahres-Zyklus ergeben.
Die Nieskyer Stadtwerke senken ab kommendem Jahr den Trinkwasserpreis. Das hat die Kalkulation für den nächsten Drei-Jahres-Zyklus ergeben. © André Schulze

Die Nieskyer müssen im Zeitraum zwischen 2022 und 2024 weniger für das Trinkwasser aus ihrer Leitung zahlen. Die Stadtwerke Niesky als örtlicher Versorger senken die Preise für die nächsten drei Jahre. Der Stadtrat hat dies mit seinem Beschluss am Montagabend bestätigt. Nach Angaben von Geschäftsführer Holger Ludwig betrifft dies den Nettoarbeitspreis. Er sinkt von aktuell 1,51 Euro je Kubikmeter auf dann 1,41 Euro je Kubikmeter. Der Nettogrundpreis liegt weiterhin bei 134,64 Euro im Jahr.

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Versorger sind gesetzlich verpflichtet, ihre Trinkwasserpreise maximal alle fünf Jahre neu zu kalkulieren. In Niesky gilt ein dreijähriger Zyklus, "um auf Veränderungen flexibler reagieren zu können", erklärt der Chef des städtischen Unternehmens. In die Berechnung würden alle anfallenden Kosten einbezogen - zum Beispiel für Personal, den Betrieb von Wasserwerk und Leitungssystem, Abschreibung, aber auch Zinsen und Steuern.

Wasser in Niesky auch künftig genug vorhanden

Insgesamt, so Ludwig, würden für den Bereich Trinkwasser in den Stadtwerken Niesky jährlich rund 3,97 Millionen Euro benötigt. Der Verbrauch liege im Jahr bei etwa 1,45 Millionen Kubikmeter. Mit den jetzigen Preisen befinde man sich im Vergleich mit anderen Versorgern im Mittelfeld.

Auch in den nächsten Jahren wird es in der Stadt trotz zunehmender Trockenheit nicht an Wasser mangeln. "Wir haben das Glück, es aus einer unterirdischen Rinne zu gewinnen, die nach unseren Erkenntnissen auch für die Zukunft ein ausreichendes Vorkommen verspricht", so Ludwig. Überdies sei man nicht wie andere Regionen von negativen Einflüssen betroffen. Einträge durch die Landwirtschaft würden zum Beispiel keine Rolle spielen. Auch der Bergbau nördlich von Niesky habe sich bisher nicht auf das Trinkwasserreservoir ausgewirkt.

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