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Chip gibt jungen Fußballern Orientierung

Der SV Ludwigsdorf will dem Nachwuchs die Spielaufstellung erleichtern. Mit seiner Erfindung ist der Trainer deshalb nun sogar Kandidat für ein Publikumspreis.

Die Trainer des SV Ludwigsdorf Kristian Szücs, Lars Haupt, Mario Keich und Jens Pfitzmann (von links) zeigen die Plakette für die Nachwuchsspieler.
Die Trainer des SV Ludwigsdorf Kristian Szücs, Lars Haupt, Mario Keich und Jens Pfitzmann (von links) zeigen die Plakette für die Nachwuchsspieler. © Nikolai Schmidt

Mikroelektronik hält Einzug beim Nachwuchs-Training des SV Ludwigsdorf. Das hat einen Grund, wie Trainer Lars Haupt erzählt: Die Kleinen haben so ihre Schwierigkeit, ihre Position auf dem Spielfeld zu finden, besonders in der Gruppenaufstellung. Das sollen Plaketten mit dem Bild des jeweiligen Spielers ändern. Sie haben einen Magneten und werden damit auf eine Metalltafel gelegt, die das Spielfeld markiert. "So weiß jeder, wo er hin muss", sagt Lars Haupt.   

Doch so eine Erfindung ist noch nicht förderwürdig, geschweige preisverdächtig, um sie beim sächsischen Mitmachfonds einzureichen. Das weiß auch Initiator Lars Haupt. Also muss die Plakette mehr können, als nur ein Haftmagnet zu sein. Mit dem Hinzufügen eines NFC-Chips erweitert sich die an einem Halsband hängende Plakette.  "Die Medaille fördert das Verantwortungsbewusstsein ihres Trägers, da diese als Zugangsschlüssel für Materiallager und andere Räume sowie als Ausweis fungiert und somit Aufgaben an die Kinder delegiert werden können", beschreibt der Nachwuchstrainer die Funktion.

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Davon profitieren will nicht nur der Sportverein. Auch die Grundschule Zodel hat Interesse an dieser Erfindung, ebenso der Sportverein Zodel. Denn auch für den Schulalltag ist so ein Chip gut zu gebrauchen, zum Beispiel für die Kontrolle der Anwesenheit oder im Sportunterricht. "Dabei achten wir darauf, dass der Datenschutz gewahrt wird. Ein damit Beauftragter ist deshalb bei dem Projekt dabei", betont Lars Haupt. Mit seiner Erfindung ist der Trainer ein Kandidat für den Publikumspreis im Sächsischen Mitmach-Fonds.   

Zehn Ideen stehen zur Auswahl

Jetzt sind die Bürger aufgerufen, mitzuentscheiden. In der Lausitz und in Mitteldeutschland wird jeweils ein Publikumspreis in Höhe von bis zu 15.000 Euro ausgelobt. Per Online-Voting kann bis zum 21. September, abgestimmt werden.

In der Lausitz stehen dafür insgesamt zehn Projektideen zur Auswahl. Die Hälfte kommt aus dem Landkreis Görlitz. Neben der Ludwigsdorfer Plakette ist auch die Oberschule Kodersdorf mit im Rennen. Dort heißt das Projekt "Wirtschaft trifft Jugend". Schulleiterin Kathrin Engelmann beschreibt das so: "Wir wollen in Kodersdorf junge Leute mit Unternehmern zusammenbringen und gemeinsam Lösungen für die Zukunft finden." Das alles ist einem Ziel untergeordnet: Ausbildung oder Studium für junge Leute in Patenschaft mit Unternehmen sowie anschließender sicherer Job in diesen Firmen. "Das Ergebnis soll eine gut ausgebildete Jugend sein, die auf dem Land bleibt", so die Schulleiterin.

Mit der Oberschule Kodersdorf im Rennen: Schulleiterin Kathrin Engelmann.
Mit der Oberschule Kodersdorf im Rennen: Schulleiterin Kathrin Engelmann. © - keine Angabe im huGO-Archivsys

Auf Forschungsreise im Naturschutzgebiet

Die Naturschutzstation "Östliche Oberlausitz" widmet ihr Projekt auch Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es um eine Forschungsreise im Naturschutzgebiet Niederspree. Der Forscherdrang der Kinder soll gefördert und an ihre Familien weitergegeben werden. Das passiert durch das Beobachten des Verhaltens von Tieren, Vogelzählungen oder den Bau von Nisthilfen. Dazu lernen die Kinder die Bedeutung der Artenvielfalt kennen, zählt Leiterin Annett Hertweck auf. Unterstützt wird sie dabei durch Experten und die eigenen  Umweltpädagogen.

Die geologische Vielfalt und die Entwicklung der Landschaft steht im Mittelpunkt des Vorhabens vom Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz. Besonders werden betrachtet die Entwicklung des Vulkans und der daraus resultierende Schatz der Oberflächenformen. Die Kinder und Jugendlichen stellen davon kurze Videoanimationen für Smartphone- oder Tabletnutzer her.  

Der Aktionskreis für Görlitz möchte einen Ort für Vereine und Initiativen anbieten, der als Treffpunkt und Präsentationsfläche dient. Dazu soll das am Görlitzer Untermarkt  leerstehende Europahaus wieder belebt werden, um ehrenamtlich geschaffene Projekte  zu präsentieren und neue Mitstreiter zu finden.

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