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Rothenburg weiht den "Sonnenhügel"-Nachfolger ein

Das neue Außengelände der Kita ist fast fertig. Bei anderen Projekten in der Stadt hakt es noch. Eine Halbjahresbilanz.

Den alten Sonnenhügel hinunterrutschen war einmal. In Kürze wird in der gleichnamigen Rothenburger Kita das neu gestaltete Außengelände übergeben.
Den alten Sonnenhügel hinunterrutschen war einmal. In Kürze wird in der gleichnamigen Rothenburger Kita das neu gestaltete Außengelände übergeben. ©  Archiv/André Schulze

Trotz einer nicht gerade üppig gefüllten Haushaltskasse hat sich die Stadt Rothenburg 2021 eine Menge vorgenommen. Zur Halbzeit des Jahres fällt die Bilanz durchwachsen aus. Hier eine Übersicht der wichtigsten Projekte.

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Oberschule und Sporthalle: Förderquote weiter unklar

Die beiden wichtigsten Investitionsprojekte liegen weitgehend im Plan. Die Genehmigungsplanung ist inzwischen fertig. Daraufhin konnte für beide Vorhaben der Bauantrag gestellt werden. Allerdings gibt es bis jetzt noch keine Entscheidung zu den Förderanträgen. So ist weiter unklar, ob die Förderquote bei den in diesen Fällen üblichen 60 Prozent bleibt oder auf 75 Prozent angehoben wird, was für finanzschwache Kommunen gilt. Die Stadt rechnet bis zu einer Entscheidung mit einem Eigenanteil von jeweils 40 Prozent. Die Kosten für die Oberschule belaufen sich nach vorliegenden Berechnungen auf rund drei Millionen Euro, die für die Sporthalle auf etwa 1,6 Millionen Euro. Zugleich soll die Schulsporthalle zu einer Mehrzweck- und Vereinssporthalle aufgewertet werden. Hierfür wird mit einem Finanzvolumen von 400.000 Euro gerechnet, wofür ein Eigenanteil von zehn Prozent zu erbringen ist.

Bürgerzentrum: Erweitertes Projekt wird neu geplant

In diesem Jahr geht es vordergründig um die Neuentwicklung der Planungsunterlagen für das Bürgerzentrum, das in der Martin-Ulbrich-Straße entstehen soll. Vorgesehen ist dafür ein Kostenvolumen von 200.000 Euro, der Eigenanteil der Stadt beläuft sich auf knapp 67.000 Euro. Die Stadt hat bisher den Auftrag zur Vergabebetreuung des Projektes erteilt und gleichzeitig die Erweiterung der benachbarten Kita Sonnenhügel mit hineingepackt. Momentan wird ein Vergabekalender erarbeitet.

Kita Sonnenhügel: Neuer Spielplatz ist fast fertig

Kurz vor der Vollendung steht die Erneuerung des Spielplatzes in der Kita Sonnenhügel. Die Baumaßnahme war nicht ganz komplikationslos. Zwar erhielt die Stadt schon im Juni 2020 einen Zuwendungsbescheid über 82.500 Euro und konnte die Arbeiten daraufhin im Dezember vergeben. Doch als die beauftragte Firma im Frühjahr 2021 eigentlich beginnen sollte, wurde ihre Insolvenz bekannt. Die Stadt verständigte sich daraufhin mit dem zweitplatzierten Bieter und konnte erreichen, dass der Mitte Juli mit dem Bau begann. Ende Juli waren bereits 60 Prozent der Maßnahme umgesetzt. Die Übergabe des fertigen Spielplatzes soll am 3. September erfolgen. Danach werden nur noch Restleistungen wie das Setzen von Bäumen und Sträuchern durchgeführt. Veranschlagt ist die Neugestaltung des Spielplatzes in der Kita Sonnenhügel mit insgesamt 143.000 Euro. Die Differenz zum Förderbetrag muss die Kommune aus Eigenmitteln bestreiten.

Feuerwehr: Lodenau bekommt neues Fahrzeug

Hier wurde die höchste Hürde erst kürzlich genommen. Am 26. Juli überreichte Dezernentin Martina Weber den so wichtigen Fördermittelbescheid des Landkreises. Im Rahmen einer Festbetragsförderung fließen 231.000 Euro. Der Freistaat hatte für das laufende Jahr etwa drei Millionen Euro für die Belange der Feuerwehren an den Landkreis überwiesen. Dieser konzentrierte sich bei der Vergabe dieses Mal auf Großprojekte wie das in Rothenburg. Die Stadt schafft nämlich im Rahmen einer Sammelbestellung zusammen mit mehreren Wehren aus Brandenburg ein Löschgruppenfahrzeug mit der Bezeichnung "TLF 4.000 Staffel" an. Im zweiten Halbjahr 2022 soll das insgesamt 391.000 Euro teure Auto geliefert und dann der Ortsfeuerwehr Lodenau zur Verfügung gestellt werden. Für das laufende Jahr hat die Kommune 85.500 Euro Eigenmittel eingeplant, im nächsten dann 74.500 Euro.

Nieder Neundorf: Kohlegeld für Begegnungszentrum

Noch in den Anfängen steckt das für den Ortsteil Nieder Neundorf wichtige Projekt, im Park des Dorfes ein Begegnungszentrum zu errichten. Das Vorhaben soll mit Mitteln des Strukturstärkungsgesetzes aufgrund des Kohleausstiegs der Region umgesetzt werden. Weil sich die Förderrichtlinien in den vergangenen Monaten immer wieder änderten, konnte darüber im Begleitausschuss, der über die Mittelvergabe entscheidet, noch nicht diskutiert werden. Das soll schon bald geschehen, denn am 21. Juni wurden die Unterlagen dorthin weitergereicht. Konkret geht es um den Neubau eines Funktionsgebäudes mit barrierefreier Toilette, Teeküche und überdachtem Freisitz. Das Kostenvolumen beläuft sich auf 125.000 Euro. Die Stadt rechnet mit 12.500 Euro Eigenmitteln. Und hofft, dass sich der Begleitausschuss Ende des Jahres positiv zu dem Projekt äußert.

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