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Rothenburg schreibt an seiner Zukunftsstrategie

Bis zum Jahresende soll das Papier fertig sein. Es wird für die Stadtentwicklung gebraucht. Aber auch, um Fördergelder zu bekommen.

Wie das Rothenburg der Zukunft aussehen könnte, soll ein Strategiepapier klären. Bis Jahresende muss es fertig sein.
Wie das Rothenburg der Zukunft aussehen könnte, soll ein Strategiepapier klären. Bis Jahresende muss es fertig sein. © André Schulze

Als ob Rothenburg mit den Großprojekten Schule, Mehrzweckhalle und Bürgerzentrum nicht schon genug zu tun hätte. Nun wird auch noch die Zukunftsstrategie zu Papier gebracht. Das übernehmen jedoch Experten. Denn die Zeit drängt: Bis zum Jahresende muss das Ergebnis auf dem Tisch liegen.

In der Neißestadt hat man die Zeichen der Zeit erkannt: Um von den Millionensummen des Strukturstärkungsgesetzes profitieren zu können, muss ein Stadtentwicklungskonzept her, das in Rothenburg in Form einer Zukunftsstrategie erarbeitet wird. Es ist Voraussetzung dafür, dass die durch den Kohleausstieg sprudelnden Fördermittel zum Teil auch in die kleine Neißestadt fließen. Dafür soll das aus dem Jahre 2013 existierende Papier fortgeschrieben werden.

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Wie soll es nach 2025 in Rothenburg weitergehen?

Damit beauftragt haben die Stadträte jetzt die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM), unter deren Regie bereits das Ausgangspapier vor acht Jahren entstand. Deshalb sind die Planer aus Dresden mit den Gegebenheiten vor Ort bereits bestens vertraut. "Wir als Stadtverwaltung hätten nicht die personellen Möglichkeiten dazu. Denn die Arbeit an der Strategie ist ein komplexer Prozess", begründet Marlen Kolodziej die Auftragsvergabe. Zum Einen sei die Fertigstellung bis zum Ende des Jahres sehr ambitioniert. Zum Anderen müsse auch die Bevölkerung mit einbezogen werden. "Das ist in Corona-Zeiten ziemlich aufwendig", so die Fachbereichsleiterin Bau und Finanzen.

Inhaltlich soll es um die Zeit nach 2025 gehen. Denn bis dahin hat die Stadt mit den drei Großprojekten noch alle Hände voll zu tun. Doch wie sich die Kommune mit ihren Ortsteilen nach deren Vollendung entwickeln soll, darüber wird das Papier Aufschluss geben. Alle Bereiche werden in den Untersuchungen abgebildet. Das reicht von der Wirtschaft übers Wohnen, den Verkehr bis hin zu Bildung, Kultur, Sport und Tourismus.

Online-Befragungen der Bürger geplant

Joris Schofenberg, der bei der KEM den Bereich Stadt- und Regionalplanung führt, hat schon konkrete Vorstellungen vom Arbeitsablauf der nächsten Wochen. Zuerst müsse eine Steuerungsgruppe gebildet werden, in dem auch Stadträte vertreten sind. Danach gehe es um die Bestandsanalyse, zu der die vom Martinshof erarbeitete Studie "Der Stadt Bestes" herangezogen werde. "Wir wollen herausfinden, wo es städtebauliche Missstände gibt, wo es in den Ortsteilen klemmt." Ganz wichtig sei die Einbeziehung der Bürger. Befragungen würden Corona bedingt onlinebasiert durchgeführt. Natürlich werde man auch Vereine und Unternehmen nicht vergessen.

Der Kostenpunkt für die Erarbeitung der Zukunftsstrategie liegt bei knapp 40.000 Euro. 36.000 Euro davon stammen aus Fördertöpfen, die Stadt muss lediglich 4.000 Euro Eigenmittel einbringen.

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