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Niesky

Rothenburger beten und essen zu Hause

Freitag ist Weltgebetstag der Frauen. Um viele dabei zu haben, hat die Kirchgemeinde eine Idee.

Das gab es in Rothenburg noch nicht, dass zum Weltgebetstag die Kirche leer bleibt. Ein Gottesdienst wird trotzdem gefeiert, zu Hause.
Das gab es in Rothenburg noch nicht, dass zum Weltgebetstag die Kirche leer bleibt. Ein Gottesdienst wird trotzdem gefeiert, zu Hause. ©  Archiv/André Schulze

Tüten packen ist am Freitagmorgen für die Frauen der evangelischen Kirchengemeinde Rothenburg angesagt. So beginnt für die Gemeindeglieder der Weltgebetstag der Frauen. Vor einem Jahr hat sich dafür noch alles in der Stadtkirche versammelt, aber Corona sorgt in diesem Jahr für einen Gottesdienst zu Hause. Und dafür werden die Tüten gebraucht.

Brigitte Lampe vom Gemeindekirchenrat erzählt: "In der Tüte finden unsere Frauen alles, was sie für einen Gottesdienst zu Hause brauchen. Ein Windlicht mit Teekerze und die Gottesdienstordnung". Um 18 Uhr läuten die Kirchenglocken und rufen zum Gebet auf. Beten ist an diesem Tag aber nicht alles, wie Frau Lampe weiter erzählt. Sonst gab es nach dem Gottesdienst immer eine Kleinigkeit zu Essen, die die Gemeindefrauen vorbereitet hatten. Aber am Freitag bleiben die Herdplatten aus und die Töpfe im Schrank. "In jeder Tüte steckt ein Rezept mit den notwendigen Zutaten. Das zu kochen ist nicht schwierig und schmeckt lecker", ist die Rothenburgerin überzeugt.

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Jeder sollte ein Foto machen

Die Tüten werden den Empfängerinnen am Freitag nach Hause gebracht. Bemalt wurden sie von den Kindern aus der Christenlehre. Verbunden ist dieser Dienst mit der Bitte, ein "Selfi", also selbst ein Foto anzufertigen, wie man den Hausgottesdienst macht oder sich das Abendessen schmecken lässt. Die Fotos sind für die Kirchengemeinde.

Für den Weltgebetstag der Frauen - der sich aber auch an ihre Männer und Familien richtet - wird jedes Jahr ein Gastgeberland ausgewählt. 2021 ist es Vanuatu. Ein kleiner Inselstaat im Südpazifik. Früher die Neuen Hybriden unter englisch-französischer Herrschaft und seit 1980 unabhängig. Heute sind die Inseln nicht mehr von Herrschern bedroht, sondern von Vulkanausbrüchen, Erdbeben, Wirbelstürmen und Tsunamis sowie einem steigenden Meeresspiegel durch die Klimaveränderung. Neben einem Gastgeberland gibt es auch ein weltumspannendes einheitliches Thema: Worauf bauen wir und was gibt uns Halt? Das sind die aktuellen Fragen an diesem Tag auch in Rothenburg.

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