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Rothenburger wünschen sich Wellness-Schwimmhalle

Für eine Zukunftsstrategie der Neißestadt wurden jetzt die Einwohner befragt. Die Resonanz war gering.

BIs zum Jahresende soll die Fortschreibung der Zukunftsstrategie von Rothenburg abgeschlossen sein.
BIs zum Jahresende soll die Fortschreibung der Zukunftsstrategie von Rothenburg abgeschlossen sein. © André Schulze

Den Einwohnern von Rothenburg ist die Zukunft ihrer Stadt größtenteils egal. Oder: Sie vertrauen fast komplett der Kompetenz der Rathausspitze und des Stadtrates. Wie man es auch wendet - die Teilnahme an der Bürgerbefragung zur Fortschreibung der Rothenburger Zukunftsstrategie ist mehr als dürftig. Lediglich 2,5 Prozent der mehr als 4.000 Einwohner zählenden Stadt gaben den im Amtsblatt abgedruckten Fragebogen ab oder beteiligten sich an der Online-Befragung. Das entspricht einem Rücklauf von 111 Antworten.

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Laut Joris Schofenberg von der beauftragten Firma Kommunalentwicklung Mitteldeutschland (KEM) ist dies nach den Erfahrungen des Unternehmens bei Abfragen in anderen Städten "ein normaler Schnitt". Allerdings war auch die Beteiligung an der Vereinsbefragung recht dürftig. Von 37 kontaktierten Vereinen meldeten sich lediglich 16 zurück. Diese wiederum repräsentierten 477 Personen. An der Unternehmensbefragung nahmen 19 Firmen teil.

Zufrieden äußerten sich die Befragten mit der Wohnsituation, der Versorgung sowie dem Rad- und Fußwegenetz in Rothenburg. Mit den Freizeitangeboten sowie Bus- und Bahnanbindungen zeigten sich die Bürger unzufrieden. Als Punkte, die unbedingt angegangen werden sollten, wurden die Reaktivierung von Bühne und Kulturanlage im Stadtpark, aber auch die Aufwertung der Schwimmhalle zum Wellnessstandort und die bessere gewerbliche Nutzung des Flugplatzes genannt.

Bei ihren Untersuchungen stellte die KEM zudem fest, dass es in den vergangenen zehn Jahren einen Zuwachs von 46 Prozent an sozialversicherungspflichtigen Jobs in der Stadt gegeben hat. Bis Jahresende soll die Fortschreibung der Zukunftsstrategie abgeschlossen sein.

Das Papier ist Voraussetzung dafür, um im Rahmen des Strukturfördergesetzes Projekte einzureichen und diese mit Kohlemillionen gefördert zu bekommen. Für die Landkreise Görlitz und Bautzen stehen bis 2038 jährlich 120 Millionen Euro zur Verfügung, mit deren Hilfe vor allem neue Arbeitsstellen entstehen sollen.

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